Norwegens Küstenverwaltung lädt zur Lieferantenkonferenz zum Bau des Stad-Schiffstunnels

Schlüsselfertiger Vertrag mit Festpreis / Nachhaltige Entsorgung der Gesteinsmasse gefordert

Die norwegische Küstenverwaltung lädt am 31. Januar 2023 zu einer Lieferantenkonferenz für Auftragnehmer und andere Lieferanten für den Schiffstunnel von Stad ein.©Illustration: Norwegische Küstenverwaltung/Snøhetta/Plomp

Ålesund, 21. November 2022. Der Bau des Stad-Schiffstunnels ist eines der aufregendsten Bauprojekte unserer Zeit. Er soll für eine sicherere Fahrt durch Stadhavet sorgen, dem gefährlichsten und wetterexponiertesten Meeresabschnitt entlang der norwegischen Küste zwischen Bergen und Ålesund. Das norwegische Parlament hat den Bau des Schiffstunnels am 11. Mai 2021 genehmigt. Nach wie vor gibt es große Diskussionen um die Sinnhaftigkeit des Tunnels. Unabhängig davon treibt die norwegische Küstenverwaltung Kystverket das Projekt voran. Am 31. Januar 2022 lädt sie zu einer weiteren Lieferantenkonferenz in das Radisson Blue Airport Hotel in Gardermoen Flughafen Oslo, um potenzielle Auftragnehmer und Lieferanten des Stad-Schiffstunnels mit Informationen zu versorgen. Die Konferenz erfolgt auf Norwegisch und erfordert physische Anwesenheit. Sie wird nicht digital übertragen.

„Mit der Konferenz wollen wir die Auftragnehmer auf den bevorstehenden Wettbewerb vorbereiten und gleichzeitig nützliche Anregungen erhalten, um die Grundlage für den Wettbewerb bestmöglich zu gestalten“, sagt Projektleiter Terje Skjeppestad.

Für das Projekt soll ein großer schlüsselfertiger Vertrag mit einem Festpreis ausgeschrieben werden. Als voraussichtliche Zeitpunkt für die Ankündigung der Arbeiten nennt die Küstenverwaltung den Sommer 2023.

„Es gibt viel Druck rund um den Schiffstunnel – von vielen Seiten, auch von Auftragnehmern. Es ist klar, dass dies ein einzigartiges Projekt ist, auf das viele Menschen neugierig sind und zu dessen Verwirklichung sie beitragen wollen. Dass mehrere andere große Verkehrsprojekte in Norwegen und Europa auf Eis gelegt wurden, schmälert das Interesse nicht“, sagt Skjeppestad.

Seit der letzten Lieferantenkonferenz im September wurden neue Richtlinien bezüglich des Verbleibs der Gesteinsmasse aus dem Schiffstunnel erstellt. Im ursprünglichen Plan sollten große Teile des Gesteins auf dem Meeresboden im Moldefjord abgelagert werden. Nun wird gefordert, dass der Abraum für die Entwicklung von Geschäftsprojekten in der unmittelbaren Umgebung verwendet werden muss. 

„Die Entsorgung von Gestein auf See schien uns und anderen keine besonders gute Lösung zu sein, sowohl im Hinblick auf die Nachhaltigkeit als auch auf die Möglichkeit, Synergien aus dem Tunnelprojekt zu schaffen. Jetzt sind die Auftragnehmer stattdessen herausgefordert, effektive Lösungen für den Transport von ca. 5,4 Millionen Kubikmeter gesprengte Gesteinsmassen für Wellenbrecher, Häfen und andere Geschäftsprojekte in der unmittelbaren Umgebung zu finden“, sagt Skjeppestad. „Wir sind in der Endphase, um uns einen Überblick über den Bedarf an Steinmassen zu verschaffen und wie viel Masse jede einzelne Maßnahme benötigt. Weiterhin wünschen wir uns von den Kommunen eine priorisierte Liste, welche Maßnahmen Steine ​​erhalten sollen, da wir nicht für alle Maßnahmen Steine ​​haben. Wir werden diese Übersicht wahrscheinlich Anfang des neuen Jahres fertig haben.“

Des Weiteren wird an einer technischen Funktionsbeschreibung gearbeitet, die Teil der Ausschreibungsgrundlage ist, die 2023 an potenzielle Auftragnehmer verschickt wird.
Die Tunnelöffnungen und die Umgebung werden jetzt detailliert entworfen. Ziel ist es, den Schiffstunnel als Landmarke zu präsentieren – als weithin sichtbarer Punkt an der Küste, der für die Navigation verwendet werden kann. Sein Erscheinungsbild soll zum Leitbild für die Architektur und zukünftige Entwicklung in der Umgebung werden von der bestehenden Topographie, den Materialien, der Fauna und der Natur in Stadlandet inspiriert sein. Neue Illustrationen und Pläne werden im neuen Jahr fertig sein.

Die Lieferantenkonferenz soll als Kombination aus Plenarvorträgen und Einzelgesprächen mit Lieferanten durchgeführt werden. Die Einzelgespräche sind Lieferanten oder Konsortien vorbehalten, die den gesamten Bedarf an die Küstenverwaltung liefern können.

Finden Sie hier weitere Informationen.

Weitere Informationen zur Konferenz mit einem Link zur Anmeldung finden Sie in Doffin und Mercell.

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