COP27: Zu wenig Unterstützung für norwegischen Vorschlag zur CO2-Reduzierung bei fossilen Brennstoffen

Norwegen hat sich unter anderem für den Ausstieg aus fossilen Energiequellen ohne Kohlenstoffabscheidung eingesetzt.©Martin Lerberg-Fossum/Ministerium für Klima und Umwelt

Sharm el-Sheik, 20. November 2022. Weder der norwegische Vorschlag, die Nutzung fossiler Energiequellen ohne Kohlenstoffabscheidung und -speicherung zu beenden, noch ein Vorschlag, dass die Emissionen 2025 ihren Höchststand erreichen sollten, erhielt von den Delegierten der UN-Klimakonferenz in Sharm el-Sheik ausreichende Unterstützung, um in die Abschlusserklärung der Konferenz aufgenommen zu werden. Gemeinsam mit der EU, den USA, Kanada und Australien hat sich Norwegen unter anderem für den Ausstieg aus fossilen Energiequellen ohne Kohlenstoffabscheidung eingesetzt.

„Es war enttäuschend, dass wir keine überzeugenden Argumente gefunden haben, für die Norwegen gearbeitet hat. Aber dies ist ein Prozess, dem alle Länder zustimmen müssen. Die Welt muss den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduzieren, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels wie den Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen und große Brände zu verhindern. Hier müssen alle Länder der Welt ihren Beitrag leisten, sonst kommen wir nicht ans Ziel“, sagt Eide.

Foto vom Klimagipfel in Sharm el-Sheik
©Martin Lerberg-Fossum/Ministerium für Klima und Umwelt

Nach mehreren Verhandlungsrunden in Sharm el-Sheik hat das 27. Treffen der Vertragsparteien der Klimakonvention eine Einigung erzielt. Die Länder beschlossen unter anderem, einen Fonds zur Finanzierung von Verlusten und Schäden in armen Ländern einzurichten und weiter daran zu arbeiten, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Wie Espen Barth Eide unterstrich, sei es gelungen, das gute Ergebnis der vorangegangen Konferenz in Glasgow zu festigen. Das Wichtigste sei, dass die Länder der Welt weiter daran arbeiten, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Allerdings hatte er sich für dieses Treffen mehr Fortschritte bei konkreten Maßnahmen zur Emissionsminderung gewünscht.

Bei der Einrichtung eines Fonds zur Finanzierung von Verlusten und Schäden des Klimawandels geht Norwegen davon aus, dass das Geld aus mehreren Quellen stammen muss, sowohl von Staaten, internationalen Entwicklungsbanken als auch aus privaten Quellen, und es dürfe keine bereits bestehenden Systeme duplizieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Regierung. Auch traditionelle Binnen- als auch Schwellenländer müssten einen Beitrag leisten.

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