Norwegen und Russland einigen sich auf Fischereiabkommen für 2023

Oslo, 26. Oktober 2022. Norwegen und Russland haben sich auf ein Fischereiabkommen für 2023 geeinigt. Dies ist das wichtigste und größte bilaterale Fischereiabkommen Norwegens. Das Abkommen gewährleiste ein langfristiges und nachhaltiges Meeresmanagement in den nördlichen Gebieten, sagt Fischerei- und Meeresminister Bjørnar Skjæran. „Auf diese Weise kümmern wir uns um den weltweit größten Kabeljaubestand und die anderen Arten in der Barentssee.“

Wie das Fischereiministerium mitteilt, wurde die Gesamtquote für nordöstlichen arktischen Kabeljau für 2023 im Einklang mit der Bewirtschaftungsregel auf 566.784 Tonnen festgesetzt. Das bedeutet einen Rückgang von 20 Prozent gegenüber der diesjährigen Quote.

Die Gesamtquote für Kabeljau wird nach dem gleichen Muster wie in den Vorjahren zwischen Norwegen, Russland und Drittländern verteilt. Norwegens Quote für 2023 beträgt 260.782 Tonnen.

Die Gesamtquote für Schellfisch wird gemäß der Bewirtschaftungsregel für 2023 auf 170.067 Tonnen festgesetzt. Norwegens Quote für 2023 beträgt 84.177 Tonnen.

Die Gesamtquote für den Loddefang im Jahr 2023 beträgt 62.000 Tonnen. Der norwegische Anteil beträgt 37.150 Tonnen.

Die Gesamtquote für Blauen Heilbutt im Jahr 2023 ist auf 25.000 Tonnen festgelegt. Norwegens Quote beträgt 12.735 Tonnen.

Für 2023 wurde eine Gesamtquote für Rüsselkappen auf 66.779 Tonnen festgelegt. Dies ist ein Rückgang um 431 Tonnen gegenüber 2022. Norwegens Quote wird 46.081 Tonnen betragen.

Norwegen reduziert den Transfer von Seelachs nach Russland zum Fischen in der norwegischen Wirtschaftszone für 2023 um 605 Tonnen, gleichzeitig wurde der Transfer von Blauem Heilbutt von Russland nach Norwegen für 2023 um 240 Tonnen reduziert.

Die Parteien vereinbarten außerdem, die Arbeit an einem Bewirtschaftungsplan für Garnelen fortzusetzen.

Das Fischereiabkommen enthält auch technische Vorschriften für die Ausübung des Fischfangs, Kontrollmaßnahmen und Forschungszusammenarbeit. Zwischen Norwegen und Russland besteht eine langjährige und umfassende Forschungszusammenarbeit zu lebenden Meeresressourcen und dem Ökosystem in der Barentssee. Die Parteien haben sich auf ein gemeinsames norwegisch-russisches Forschungsprogramm für 2023 geeinigt.

Da russische Wissenschaftler vorübergehend vom Internationalen Rat für Meeresforschung ICES suspendiert sind, seien die Quotenempfehlungen für 2023 für die Bestände, die Norwegen gemeinsam mit Russland bewirtschaftet, in diesem Jahr in einer bilateralen Arbeitsgruppe zwischen dem Institut für Meeresforschung und dem russischen Forschungsinstitut VNIRO erarbeitet worden, teilt das Fischereiministerium weiter mit. Dies gelte für die Bestände von nordöstlichem arktischem Kabeljau, nordöstlichem arktischem Schellfisch und Lodde. Die Heilbuttquotenempfehlung ist eine zweijährige Empfehlung des ICES im Jahr 2021 für 2022 und 2023.

Norwegen hat sich den EU-Sanktionen gegen Russland angeschlossen und kontrolliert die Einhaltung der Sanktionsvorschriften, während es sich gleichzeitig für ein nachhaltiges Fischereimanagement einsetzt. Die russische Seite hat angekündigt, dass das Fischereiabkommen für 2023 ausgesetzt werden könnte, wenn die Beschränkungen, die Norwegen für russische Fischereifahrzeuge eingeführt hat, die norwegische Häfen anlaufen, weiter verschärft werden.

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