Norwegischer Hersteller für Batteriematerialien Vianode eröffnet Forschungs- und Entwicklungszentrum in Kristiansand

Das Vianode Technology Center (VTC) will Anodenmaterialien entwickeln, die Batterien umweltfreundlicher machen.©Vianode

Kristiansand, 19. Oktober 2022. Vianode, ein Hersteller von Batteriematerialie, hat in Kristiansand ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Damit will das Tochterunternehmen von Elkem, Hydro und Altor seine F&E-Bemühungen ausweiten. Dies sei ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer vollständigen Batterie-Wertschöpfungskette in Norwegen für den europäischen Markt, teilt das Unternehmen mit.

Im Vianode Technology Center sollen hochmoderne Analyseinstrumente, moderne Ausrüstungen für elektrochemische Tests und ein Anwendungslabor installiert werden, um den Einsatz verschiedener Materialien in der Batterieherstellung weiter zu erforschen. „Unsere Materialien werden mit bis zu 90 Prozent geringeren Emissionen hergestellt als die heutigen Standard-Anodengraphitmaterialien, mit einzigartigen Eigenschaften, die ein schnelleres Aufladen, eine größere Reichweite und eine bessere Recyclingfähigkeit ermöglichen. Dennoch ist es wichtig, auch in Zukunft einen dedizierten Fokus auf kontinuierliche Verbesserung und Batteriematerialien der nächsten Generation zu legen. VTC wird neben dem Industriepiloten von Vianode errichtet, nur eine kurze Autofahrt von unserem geplanten Werk der ersten Phase in Herøya entfernt. Dadurch wird sichergestellt, dass Industrialisierung und F&E Hand in Hand gehen“, sagt Stian Madshus, General Manager bei Vianode.

Die vorherige F&E-Einrichtung wurde von der nationalen Katapultorganisation Future Materials finanziert und sei ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Vianode gewesen. Nun würden spezielle Einrichtung benötigt. Die Eröffnung des VTC werde der Organisation einen großen Schub geben, erklärt Bridget Deveney, R&D Director in Vianode.

Das norwegische Unternehmen Vianode will in Herøya in Norwegen zwei Milliarden NOK in seine erste industrielle Anlage für nachhaltige Batteriematerialien investieren.©Illustration Vianode

Vianode hat kürzlich eine Investition von zwei Milliarden NOK in eine Batteriematerialfabrik in Herøya angekündigt. Dort soll ab 2024 Anodengraphit für etwa 20.000 Elektrofahrzeuge (EVs) pro Jahr hergestellt werden.

Diese Investition sei die erste Phase eines größeren Investitionsplans. Die Anlagen würde parallel zu den Vorbereitungen für eine Anlage der zweiten Phase eingerichtet. Ab 2030 sollen Batteriematerialien für zwei Millionen Elektrofahrzeuge pro Jahr hergestellt werden.

Ein Elektrofahrzeug enthält heute im Durchschnitt bis zu 70 Kilogramm Graphitmaterialien. Die Produkte von Vianode sollen, basierend auf spezialisiertem Know-how, in Hochtemperaturprozessen, geschlossenen Produktionssystemen, mit geringerem Energieverbrauch und Zugang zu erneuerbarer Energie entwickelt werden.

Das VTC wurde von Vianode finanziert. Das Unternehmen erhält Mittel für F&E-Aktivitäten am Standort vom Norwegian Research Council (NRC) und Innovation Norway sowie EU-Forschungsgelder, einschließlich des Programms Horizon Europe.

Heute hat das VTC 16 Mitarbeiter aus neun Nationalitäten. Es ist geplant, die Zahl der VTC-Mitarbeiter bis Ende des Jahres auf 20 und bis Ende 2025 auf 25 zu erhöhen.

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