Norwegisch-Russische Handelskammer wird Norsk Østhandelskammer

Am 27. September 2022 beschlossen die Mitglieder der Norwegisch-Russischen Handelskammer eine Änderung der Ausrichtung der Kammer und eine Namensänderung.©Norsk Østhandelskammer

Oslo, 27. September 2022. Die Norwegisch-Russische Handelskammer hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 27. September eine neue Ausrichtung beschlossen. Aus der Norwegian-Russian Chamber of Commerce wird das „East Office of Norway“ (Norsk Østhandelskammer). Das East Office of Norway ist eine multilaterale Kammer mit dem geografischem Schwerpunkt in Nord-, Mittel- und Osteuropa, dem Baltikum, Südosteuropa sowie weiteren Ländern der ehemaligen Sowjetunion.
Das East Office of Norway plant noch für diesen Herbst Veranstaltungen sowohl in der Türkei als auch im Baltikum.

„Unter den Mitgliedern herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass der bilaterale Handel eingestellt wird, solange der Krieg andauert, und die Sanktionen so umfangreich sind wie jetzt“ sagt Hans-Olav Rekdal, Direktor der Handelskammer, gegenüber norwegischen Medien. Nachdem Wladimir Putin gegen die Ukraine in den Krieg gezogen ist, habe sich der gesamte Westen aus Russland zurückgezogen und seine Investitionen eingestellt. Allerdings sei die Erweiterung nicht allein dem Krieg geschuldet, sondern auch dem Wunsch der Mitglieder, neue Märkte hinzuzufügen.

Die Norwegisch-Russische Handelskammer wurde 2003 von 18 norwegischen und zwei russischen Unternehmen gegründet. Ziel war es, die Geschäftsbeziehungen zwischen Händlern in den beiden Nachbarländern anzuregen und zu verbessern. Der Verband hat heute etwa 110 Mitglieder aus verschiedenen Sektoren, darunter die norwegischen Großunternehmen Equinor und Jotun.

Die letzte Veranstaltung der Kammer zum Thema Russland fand am 23. Februar in Kirkenes in den Räumlichkeiten des Elektronikunternehmens Barel statt.

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