Neue Regeln für den internationalen Lkw-Verkehr in Norwegen

Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård©Kristoffer Moene Rød, Verkehrsministerium

Oslo, 14. Oktober 2022. Als Teil der Umsetzung des Mobilitätspaketes der EU gelten in Norwegen ab 1. November strengere Regeln für den internationalen Verkehr mit Fahrzeugen über 2,5 Tonnen. Das Verkehrsministerium hat in Übereinstimmung mit dem Sozialteil des Mobilitätspaketes, der am 18. März in das EWR-Abkommen aufgenommen wurden, neue Regeln zu Lenk- und Ruhezeiten für Fahrer, zur Verwendung von Fahrtenschreibern in Fahrzeugen und zu Vorschriften über den Berufs- und Marktzugang zum Straßenverkehrsmarkt erlassen.









„Wir nehmen jetzt Änderungen an der Lenk- und Ruhezeitregelung und der Berufsverkehrsordnung vor und setzen die gemeinsamer Regeln zum innerstaatlichen Verkehr im EWR-Abkommen um. Die Umsetzung des Mobilitätspakets wird ein wichtiger Bestandteil des bevorstehenden Aktionsplans der Regierung gegen Sozialdumping im Verkehrssektor sein“, erklärt Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård.

„Für den Transport mit Transportern mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 2,5 Tonnen ist eine Genehmigung erforderlich. Voraussetzungen für eine Niederlassung im EWR-Raum sind daher ein guter Leumund, ausreichende finanzielle Leistungsfähigkeit und fachliche Eignung. Auch für solche Transporte gelten die Kabotagevorschriften,(Transportdienstleistungen eines ausländischen Unternehmens innerhalb eines Landes). Auch Fahr- und Ruhezeitenregelungen sowie die Pflicht, einen Fahrtenschreiber im Fahrzeug zu haben, werden eingeführt“, so Nygård weiter.

An die Organisation von Transportunternehmen werden neue Anforderungen gestellt. Arbeitgeber müssen Vorkehrungen treffen, damit der Fahrer während eines Zeitraums von vier Wochen nach Hause zurückkehren kann. Auch Fahrzeuge im internationalen Verkehr müssen mindestens alle acht Wochen in die Einsatzzentrale ihres Heimatlandes zurückkehren.

Die wichtigsten Regeln, die am 1. November in Kraft treten:

  • Zulassungsvoraussetzungen für Lieferwagen im internationalen Verkehr. Spediteure müssen Anforderungen an Niederlassung, Reputation, Finanzen und fachliche Kompetenz erfüllen.
  • Die Kabotageregeln gelten für den internationalen Transport mit Lieferwagen.
  • Anforderung, dass das Fahrzeug alle acht Wochen in das Niederlassungsland zurückkehren muss.
  • Anforderung, dass das Transportunternehmen sicherstellen muss, dass der Fahrer innerhalb von vier Wochen mindestens eine normale wöchentliche Ruhezeit zu Hause verbringen darf, Verbot der wöchentlichen Ruhezeit im Fahrzeug und Verbot der Vergütung, die sich nach der Liefergeschwindigkeit des Fahrers richtet.
  • Nach der letzten durchgeführten Kabotagefahrt wird eine „Einfrierfrist“ von vier Tagen eingeführt, während der ausländische Fahrzeuge keine Kabotage in Norwegen durchführen können.

Wichtige regulatorische Änderungen ab 2026:

  • Einführung einer Lenk- und Ruhezeitregelung für internationale Transporte mit Transportern mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen.
  • Einführung einer Fahrtenschreiberpflicht für grenzüberschreitende Transporte mit Transportern mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen.

Finden Sie hier weitere Informationen zu den Vorschriften für den internationalen Straßen- und Kabotageverkehr in Norwegen.

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