Norwegen verstärkt Sicherheit der Gas-Infrastruktur – Anstieg der Drohnenaktivitäten auf dem norwegischen Festlandsockel

Der staatliche Netzbetreiber Gassco ist verantwortlich für ein 8.829 Kilometer langes Gas-Transportsystem (Karte ohne Baltic Pipe, die am 27. September eröffnet wurde und norwegisches Gas nach Polen liefert)©Gassco

Oslo, 28. September 2022. Norwegen habe nach den Explosionen an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 keine Hinweise darauf, dass norwegische Öl- und Gasanlagen direkt bedroht sind, sagte Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf einer extra einberufenen Pressekonferenz am 28. September. Norwegen sei sich der Tatsache bewusst, die es die Sicherheit des norwegischen Festlandsockels als Europas größtem Gaslieferanten gewährleisten muss. Im September hätten norwegischen Behörden einen ungewöhnlichen Anstieg der Drohnenaktivität auf dem norwegischen Festlandsockel festgestellt, so Støre.

Ministerpräsident Jonas Gahr Støre zur Pressekonferenz©regjeringen.no{Screenshot)

Drohnen wurden kürzlich auch bei norwegischen Anlagen in der Nordsee beobachtet. Es handele sich dabei um Drohnen unterschiedlicher Größe. „Wir verfolgen dies aufmerksam, und der Fall wird von der Polizei in Zusammenarbeit mit mehreren anderen Akteuren untersucht.“ Rund um die norwegischen Anlagen wurde die Bereitschaft erhöht. Nach den Ereignissen in der Ostsee werden die norwegischen Streitkräfte in den Gebieten um norwegische Öl- und Gasanlagen präsenter und sichtbarer sein. Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und den Behörden sei eng. Eldri Holo, Abteilungsleiter für Notfallvorsorge bei NVE, äußerte sich gegenüber Europower, dass Drohnen auch in der Nähe von Anlagen im norwegischen Stromnetz beobachtet wurden.

„Die Sicherheit auf dem norwegischen Festlandsockel wurde verstärkt. Schlüsselunternehmen im Ölsektor unterliegen jetzt teilweise dem Sicherheitsgesetz, und Schlüsselpersonen in diesen Unternehmen sind sicherheitsüberprüft. Damit könnten die Unternehmen laufend abgestufte Informationen über ein mögliches Bedrohungsbild austauschen“, so der Ministerpräsident.

Öl- und Energieminister Terje Aasland hat am Abend im norwegischen Parlament Storting Fragen im Zusammenhang mit den Gaslecks in der Ostsee beantwortet.

Lesen Sie hier das Statement des Premierministers.

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