Wieder durchgehende Reisezüge über die Rørosbanen

Hauptsächlich für die Triebzüge der Reihe 76 hat Bane Nor in Støren eine neue Unterhaltsanlage im August in Betrieb genommen. Nach der Trønderbanen werden die neuen Stadler-Fahrzeuge ab Dezember auch auf der Rørosbanen eingesetzt und fahren teilweise bis nach Oslo.©Torkel Dalan, Bane NOR

Trondheim, 26. September 2022. Nach der Trønderbanen von Trondheim nach Steinkjer wird die SJ Nord die Dreisystem-Triebzüge des Typs BM 76 von Stadler vom 11. Dezember an auch auf der Rørosbanen von Trondheim nach Hamar einsetzen und damit die häufig überfüllten zweiteiligen Dieseltriebzüge der Reihe BM 92 ersetzen. Darüber hinaus werden im kommenden Jahr vom 2. Mai bis 1. September einige Züge über Hamar direkt bis nach Oslo geführt. Bei genügender Nachfrage soll dieses Angebot definitiv werden. Damit verkehren nach 34 Jahren erstmals wieder direkte Züge von Trondheim via Rørosbanen nach Oslo.

Dabei sind die Abschnitte zwischen Trondheim und Støren sowie Hamar und Oslo elektrifiziert. Der bis 1989 verkehrende Tageszug sowie ein Nachtzug befuhren ab Elverum, gezogen von den legendären Diesellokomotiven des Typs Di 3, noch die Solørbanen über Kongsvinger, wo heute einzig noch Güterzüge verkehren. Die Hauptlinie von Trondheim nach Oslo führt über die vollständig elektrifizierte Dovrebanen und erreicht bei Hjerkinn die Höhe von 1024 Meter. Die Rørosbanen ist hingegen eine zu Beginn abschnittweise in Kapspur von 1067 mm gebaute Flachbahn.

Wegen den engen Platzverhältnissen in Trondheim hat der Infrastrukturbetreiber Bane Nor in Støren 50 Kilometer südlich im August hauptsächlich für die neuen Stadler-Triebzüge auf einer Fläche von 7.500 Quadratmetern eine neue Unterhaltsanlage sowie Abstellgleise in Betrieb genommen. Die Investitionssumme beläuft sich auf 920 Millionen NOK. In Støren befindet sich die Verzweigung von Rørosbanen und Dovrebanen.

Jürg Streuli, Fachjournalist
juerg.streuli@swissonline.ch

 

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