Norwegen und Schweden gründen Task Force zur Entwicklung eines Modells zur Senkung der Strompreise im Norden

Norwegens Öl- und Energieminister Terje Aasland und Schwedens Energie- und Digitalisierungsminister Khashayar Farmanbar zur Pressekonferenz in Stockholm.©Screenshot/ regeringen.se

Stockholm, 9. Mai 2022. Norwegen und Sweden wollen ihre Zusammenarbeit im Energiebereich verstärken und eine Task Force gründen, die untersuchen soll, wie die hohen Strompreise in der nordischen Region gesenkt werden können. Das beschlossen Norwegens Öl- und Energieminister Terje Aasland und Schwedens Energie- und Digitalisierungsminister Khashayar Farmanbar bei einem Treffen in Stockholm. Themen der Gespräche waren die Herausforderungen im Strommarkt mit hohen und stark schwankenden Preisen sowie die Zusammenarbeit bei der CO2-Abscheidung und -Speicherung und bei Offshore-Wind. 

„Gemeinsam mit der norwegischen Regierung gründen wir eine Task Force für die nordischen Länder zur Entwicklung eines Marktmodells. Schweden und Norwegen bündeln ihre Kräfte, um einen sicheren Zugang zu Strom und niedrige Preise in Skandinavien zu gewährleisten. Wir wollen gemeinsame Lösungen für gemeinsame Herausforderungen finden“, sagt Farmanbar.

In einer Situation, in der ganz Europa von extrem hohen Energiepreisen betroffen ist, sei es wichtiger denn je, Lösungen und Modelle zu finden, die einen gut funktionierenden Strommarkt gewährleisten, der Haushalten und Unternehmen niedrigere Preise und damit Wirtschaftswachstum bescheren kann, teilt das norwegische Energieministerium mit.

Die nordischen Nachbarländer haben seit den 1960er Jahren eine Strombörse.“ Angesichts der anhaltenden Energiekrise in Europa wollen wir verstärkt zusammenarbeiten, um gute Maßnahmen zu finden, die einen gut funktionierenden Strommarkt sicherstellen, damit wir zum Wohle von Industrie und Gesellschaft wieder zu einer Situation mit ausreichender und angemessener Leistung zurückkehren können. Aus Teilen des Strommarktes wurden Liquiditätsprobleme gemeldet, und die in Schweden und Finnland angekündigten Maßnahmen werden zur Förderung einer besseren Finanzstabilität in der nordischen Region beitragen“, sagte Aasland. Norwegische Maßnahmen seien jetzt nicht erforderlich, aber man verfolgen die Entwicklungen genau.
Dänemark und Finnland wurden eingeladen, sich von Anfang an der Task Force zu beteiligen.

Die Arbeitsgruppe soll auch die laufenden Diskussionen innerhalb der EU und etwaige neue Vorschläge zur Entwicklung des Strommarktes der Europäischen Kommission verfolgen. Die Gruppe müsse ihre Empfehlungen so früh wie möglich und vor dem Treffen der nordischen Energieminister am 28. November in Oslo abgeben.

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