Erstes kommerzielles Abkommen über grenzüberschreitenden Transport und Speicherung von CO2 in Norwegen unterzeichnet

Das Kohlendioxid der Ammoniak- und Düngemittelfabrik Yara Sluiskil in den Niederlanden soll abgeschieden, nach Norwegen transportiert und vor der Küste unter dem Meeresboden dauerhaft gespeichert werden.©Northern Lights

Stavanger, 29. August 2022. Northern Lights JV DA, ein Joint Venture im Besitz von Equinor, Shell und TotalEnergies, unterzeichnete mit dem norwegischen Düngemittelkonzern Yara auf der Öl- und Gasmesse ONS in Stavanger das weltweit erste kommerzielle Abkommen über den grenzüberschreitenden Transport und die Speicherung von CO2. Entsprechend des Abkommens soll das Kohlendioxid der Ammoniak- und Düngemittelfabrik Yara Sluiskil in den Niederlanden abgeschieden, nach Norwegen transportiert und vor der Küste unter dem Meeresboden dauerhaft gespeichert werden. Dies sei ein wichtiger Schritt für die Entwicklung einer groß angelegten Dekarbonisierung der Schwerindustrie, um die Klimaschutzziele zu erreichen, teilt Equinor mit.

Ab Anfang 2025 werden 800.000 Tonnen CO2 in den Niederlanden abgeschieden, verdichtet und verflüssigt und dann per Schiff zum Lagerterminal auf 2.600 Metern unter dem Meeresboden auf dem norwegischen Festlandsockel transportiert. Mit den Mengen von Yara hat Phase 1 des Northern-Light-Projektes die volle Kapazität erreicht. Die Partner des Joint Ventures arbeiten nun daran, Phase 2 für die endgültige Investitionsentscheidung auszureifen, um die Gesamtkapazität auf fünf bis sechs Millionen Tonnen CO 2 pro Jahr zu erhöhen.

Der Standort des Gemeinschaftsunternehmens Northern Lights in Øygarden bei Bergen.©Rikard Wilson / Equinor ASA

„Mit dem ersten kommerziellen Abkommen für den Transport und die Speicherung von CO2 wir eröffnen wir eine Wertschöpfungskette, die entscheidend dafür ist, dass die Welt bis 2050 Netto-Null erreicht. Gemeinsam mit unseren Partnern bauen wir eine Infrastruktur auf, um Industrie und Energie zu dekarbonisieren und industrielle Aktivitäten und Arbeitsplätze in einer kohlenstoffarmen Zukunft zu sichern“, sagt Anders Opedal, CEO und Präsident von Equinor.

Wie Equinor mitteilt, gebe es eine steigende Nachfrage nach der CCS-Dienstleistung, insbesondere von großen Industrieclustern auf dem europäischen Kontinent. Abscheidung, Transport und Die Speicherung von CO2 stellt auch eine Voraussetzung für die Herstellung von blauem Wasserstoff und Ammoniak dar. Diese Produkte können Emissionen in mehreren Energiesektoren eliminieren und in vielen Branchen als kohlenstoffarmes Ausgangsmaterial dienen, sagt Irene Rummelhoff, Executive Vice President für Marketing, Midstream und Verarbeitung bei Equinor.

Equinor will weiterhin mit der Regierung und Partnern zusammenarbeiten, um den norwegischen Festlandsockel als wichtigen Energieknotenpunkt für die Zukunft weiterzuentwickeln und dabei auf den Vorteilen und Erfahrungen aus jahrzehntelanger Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen auf dem norwegischen Festlandsockel aufbauen.

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