Produktionsgenehmigungen für mehrere Öl- und Gas-Felder in Norwegen angepasst

Anlage Gina Krog auf dem norwegischen Festlandsockel©Ole Jørgen Bratland/Equinor

Oslo, 4. Juli 2022. Das Ministerium für Erdöl und Energie hat einen Ausbau der Produktion für die Öl- und Gasfelder Troll, Gina Krog, Duva, Oseberg, Åsgard und Mikkel auf dem norwegischen Festlandsockel für 2022 und 2023 genehmigt. Auch das Nova-Feld, das demnächst in Betrieb gehen soll, darf mehr produzieren. Der Gesamtverkauf von Gas aus den Schellfeldern werde im Jahr 2022 122 Milliarden Normkubikmetern betragen, teilt das Ministerium mit. Das sind neun Milliarden Normkubikmetern mehr als 2021 – eine Steigerung um etwa acht Prozent.

Im ersten Quartal lieferten die Unternehmen auf dem Festlandsockel 1,7 Milliarden Normkubikmetern oder sechs Prozent mehr Gas als im gleichen Quartal des Vorjahres.

„Das Wichtigste, was Norwegen in der heutigen anspruchsvollen Energiesituation für Europa und die Welt tun kann, ist es, den Unternehmen im Schelf zu ermöglichen, die heutige hohe Produktion aufrechtzuerhalten. Die Unternehmen prüfen kontinuierlich die Möglichkeiten, die sie haben, um mehr Gas und Öl aus ihren norwegischen Feldern zu liefern. Die Entscheidungen, die wir jetzt getroffen haben, sind auf solche Optimierungen zurückzuführen und werden zu den rekordhohen Gasverkäufen beitragen, die wir in diesem Jahr durch unser Gasleitungssystem erwarten“, sagt Minister für Erdöl und Energie Terje Aasland.

Die Entscheidungen erhöhen somit nicht die erwarteten Gasabsätze in diesem Jahr, unterstützen jedoch, dass es im Jahr 2022 rekordhohe Exportmengen durch das Pipelinesystem geben könnte.

Norwegische Felder versorgen Europa über ein umfassendes Gastransportsystem mit Gas. Die Felder decken 20 bis 25 Prozent des Gasbedarfs in der EU und in Großbritannien. Die Ausnahme ist Hammerfest LNG, wo Gas aus dem Snøhvit-Feld per Schiff auf den Markt gebracht wird. Norwegisches Gas macht zwei bis drei Prozent des Weltmarktes aus.

Die Unternehmen, die über Produktionslizenzen für Öl und Gas in Norwegen verfügen, vermarkten und verkaufen ihre Produkte in eigener Verantwortung. Der staatliche Energiekonzern Equinor verkauft das Öl und Gas des Staates aus dem SDFI-Programm (State’s Direct Financial Interest), das Portfolio der direkt im Besitz der norwegischen Regierung befindlichen Explorations- und Produktionslizenzen für Erdöl und Erdgas auf dem norwegischen Festlandsockel.

Die Unternehmen auf dem norwegischen Regal produzierten heute voll oder sehr nahe daran, teilt das Energieministerium mit. Norwegen könne in der aktuellen Situation einen wichtigen Beitrag leisten, indem es durch eine weiterhin hohe Regelmäßigkeit in der Lieferkette eine hohe Öl- und Gasproduktion aufrechterhalte.

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