Norwegen erhält drittes 5G-Mobilfunknetz

Der Konzern Lyse war durch sein Tochterunternehmen Altibox das erste Unternehmen mit Glasfaser-Breitband auf dem privaten Markt in Norwegen. Jetzt baut das Unternehmen mit ICE ein nationales 5G-Netz auf.©ICE

Oslo, 4. Juli 2022. Das norwegische Telekommunikationsunternehmen Ice hat den Aufbau eines nationalen 5G-Netzes angekündigt. Nach Telenor und Telia tritt damit der dritte 5G-Anbieter in den Markt. Nur wenige Monate, nachdem Ice von dem Industriekonzern Lyse übernommen wurde, hat der Konzern grünes Licht für Milliardeninvestitionen in den weiteren Ausbau des nationalen 5G-Netzes gegeben. Das bedeute, dass 3.200 Basisstationen aufgerüstet und rund 3.900 neue Basisstationen gebaut werden müssen, teilt der Konzern mit.

Seit vielen Jahren fördern die norwegischen Behörden den Aufbau eines dritten landesweiten Mobilfunknetzes, unter anderem durch Regulierung und Frequenzauktionen, erklärte die Regierung. Obwohl die norwegischen Mobilfunknetze generell über eine hohe Sicherheit und Verfügbarkeit verfügten, komme es zu Ausfällen durch Unwetter, lokalen Stromausfälle oder Verbindungsabbrüche in den Netzen. Drei Mobilfunknetze böten erhöhte Redundanz, Sicherheit und Bereitschaft. Beispielsweise garantieren alle drei Mobilfunknetze eine Abdeckung für Notrufnummern. 

Norwegen ist eines der letzten Länder im Europäischen Wirtschaftraum EWR mit mindestens drei landesweiten Mobilfunkanbietern. Ein vom Ministerium in Auftrag gegebener nordischer Preisvergleich zeigt, dass Norweger und norwegische Unternehmen deutlich mehr für mobile Daten zahlen als Schweden, Dänen und Finnen. Gleichzeitig haben die norwegischen Mobiltelefonnutzer den mit Abstand niedrigsten Verbrauch mobiler Daten in der nordischen Region. 

Die angekündigte Großinvestition soll zu mehr Wettbewerb auf dem norwegischen Mobilfunkmarkt führen und langfristig zu niedrigeren Preisen und einer größeren Dienstleistungsvielfalt beitragen.

„Die Fähigkeit, mobiles Breitband, festes drahtloses Breitband und Glasfaser zu kombinieren, kann vielen neuen Kunden ein verstärktes und zukunftsorientiertes Breitbandangebot bieten. Dass mehr Akteure zu dieser Entwicklung beitragen, ist eine gute Nachricht für Mobilfunk- und Breitbandkunden in Norwegen, sagt Sigbjørn Gjelsvik, Minister für kommunale Angelegenheiten.

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