Neues Testzentrum für Wasserstoff in Kjeller eröffnet

Das neue Testzentrum gehört zum Institut für Energietechnik IFE in Kjeller. Anlässlich der Eröffnung von IFE Hynor wurde die neue Nationale Strategie für Energieforschung vorgestellt.©regjeringen.no

Kjeller, 30. Juni 2022. Norwegens Energieminister Terje Aasland hat in Kjeller ein neues Testzentrum für Wasserstofftechnologie eröffnet. Das Beratungsgremium Energi21, das 2008 vom Ministerium für Erdöl und Energie eingerichtet wurde, übergab dem Energieminister eine neue nationale Strategie für Energieforschung. Wasserstoff als Energieträger gehört zu den Schwerpunkten der Strategie.

Das Wasserstoff-Testzentrum IFE Hynor gehört zum Institut für Energietechnik IFE. Es verfügt über Labore für Experimente zur Wasserstofferzeugung durch Wasserelektrolyse, Reformierung mit integrierter CO2-Abscheidung und zu Brennstoffzellen. Darüber hinaus entwickelt IFE eine neue Testlinie zur Herstellung und Nutzung von flüssigem Wasserstoff. Die Wasserelektrolyse- und Brennstoffzellenlabore am IFE Hynor sind Teil einer nationalen Forschungsinfrastruktur für Brennstoffzellen und Wasserstoff (N-FCH Center), die vom Research Council of Norway finanziert wird. Die Labore des IFE Hynor werden in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschungs- und Industriepartnern genutzt.

„Kluge Köpfe und Testcenter wie dieses schaffen neue Wertschöpfungsmöglichkeiten. Es ist besonders spannend, ein Forschungsumfeld zu besuchen, das über mehrere Jahrzehnte wegweisende Forschungs- und Innovationsergebnisse in Bereichen wie Wasserstoff geliefert hat. Der Kern der neuen Energi21-Strategie besteht darin, die Entwicklung neuer grüner Technologien und Arbeitsplätze zu erleichtern. Was hier bei Kjeller passiert, ist in vielerlei Hinsicht die Strategie in der Praxis“, sagt Aasland.

Energi21 ist die nationale Forschungs- und Innovationsstrategie für neue klimafreundliche Energietechnologien. Seit 2008 hat der Vorstand von Energi21 die Strategie fünfmal überarbeitet, zuletzt 2018. Die neue Strategie basiert auf den Beiträgen von fast 700 Vertretern aus Wirtschaft und Forschung. Energi21 weist auf drei zentrale Herausforderungen der grünen Transformation hin:

1) Dekarbonisierung von Verkehr und Industrie;

2) Sichere, wettbewerbsfähige und umweltfreundliche Energieversorgung;

3) Entwicklung neuer grüner Industrien und Meeresenergietechnologien.

Die Strategie hebt acht prioritäre Schwerpunkte hervor: Offshore-Wind, Wasserstoff, Solarenergie, CO2 -Management, Batterien und Wasserkraft, sowie die Schwerpunkte „Integrierte und effiziente Energiesysteme“ und „Energiemärkte und Regulierung“, die besonders hervorgehoben werden. 

Finden Sie hier die Strategie Energie21.

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