Oslo will mit neuem Bebauungsplan Verdichtung in Einfamilienhaus-Siedlungen verhindern

Tåsen und Korsvoll werden im neuen Bebauungsplan berücksichtigt.©Planungs- und Bauamt/Oslo

Oslo, 1. Juni 2022. Oslo will den aktuellen Bebauungsplan für Kleinhausgebiete in der Osloer Außenstadt überarbeiten. Ein entsprechender Vorschlag wurde jetzt vorgelegt und soll als neue rechtsverbindliche Leitlinie für die Bebauung im Geltungsbereich des Plans bestätigt werden.

Die Kleinhausgebiete seien ein wichtiger Teil der vielfältigen Wohnstruktur Oslos, teilt die Kommune mit. Mit dem neuen Bebauungsplan wolle die Stadt Oslo historische und grüne Qualitäten in diesen Gebieten bewahren. Gleichzeitig zeigten die grünen Konten für Oslo im Zeitraum 2013 bis 2017, dass es vor allem in der Außenstadt weniger Vegetation gab, was hauptsächlich auf die Verdichtung in kleinen Wohngebieten zurückzuführen ist.

Der überarbeitete Plan soll dazu beitragen, die Kleinhausbereiche vor einer weiteren Verdichtung zu schützen und einen stärkeren Schutz des Grüns beim Bauen zu gewährleisten. Darüber hinaus würden der Charakter und die Qualitäten der Kleinhausgebiete erhalten, klimafreundlichere Entwicklungen ermöglicht. Bis zur Verabschiebung des Bebauungsplan wurde ein vorübergehender Baustopp verhängt – das heißt, Anträge, die nach dem 6. April eingereicht wurden, werden nicht bearbeitet.

In den ausgewählten Wohngebieten sollen laut neuem Bebauungsplan u.a. folgende Vorschriften gelten:
• Die zulässige Mindestgrundstücksgröße beträgt 600 Quadratmeter je Wohneinheit.
• Der Mindestabstand zwischen den Gebäuden beträgt acht Meter.
• Die zulässige Nutzung pro Grundstück wird von 24 auf 16 Prozent reduziert.
• Mindestens 65 Prozent der Grundstücksfläche müssen von Geländeeingriffen freigehalten werden.
• Die Erhaltung des Grüns wird verstärkt und der Holzschutz wird klar geregelt.

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