Norwegische Verbraucher wollen norwegische Lebensmittel

Norwegen startet eine Marketing-Kampagne für den im Lande hergestellten Kohl. Auf dem Bild: Ein frischer norwegischer Kohlkopf vom Hof von Anders Hørthe. ©Norwegische Lebensmittelstiftung

Oslo, 28. Mai 2022. Immer mehr Norweger greifen beim Einkauf nach regionalen oder lokalen Produkten. Von 2019 bis heute ist nach Angaben des Eating Facts Survey (Spisefakta) des Marktforschungsinstituts Ipsos der Anteil der Norweger, die sich für norwegische Lebensmittel in Geschäften entscheiden, um fünf Prozent gestiegen. Entsprechend der Ipsos-Umfrage hat das Verkaufsargument „in Norwegen produziert“ für 53 Prozent der Norweger an Bedeutung gewonnen.

„Die Regierung hat das klare Ziel, den Grad der Selbstversorgung zu erhöhen. Es ist daher sehr ermutigend, dass norwegische Verbraucher so deutlich zeigen, dass sie die norwegische Lebensmittelproduktion unterstützen“, sagt Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Sandra Borch. Die norwegische Präferenz für einheimische Lebensmittel ist in Mittel- und Nordnorwegen mit 57 Prozent am höchsten und in Oslo mit 45 Prozent am niedrigsten. Eltern kleiner Kinder gehören zu denen, die den größten Wert auf die Produktion in Norwegen legen. Diese Gruppe weist von 2019 auf 2021 einen Anstieg von 13 Prozentpunkten auf.

Um den Verbrauch norwegischer Lebensmittel zu unterstützen, hat das norwegische Landwirtschaftsministerium eine Kampagne zur Verkaufssteigerung von Kohl initiiert, die Landwirtschaftsministerin Sandra Borch jetzt mit einem Besuch auf dem Hof des Kohlproduzenten Anders Hørthe vorstellte. So wird Kohl aus Norwegen mit Nyt Norge, dem offizielles Herkunftszeichen für norwegische Lebensmittel, gekennzeichnet. Außerdem soll die Verkaufssaison verlängert werden. Partner der Kampagne sind der Kooperationsrat der Gemüseproduzenten und das Informationsbüro für Obst und Gemüse (Opplysningskontoret for frukt og grønt).

Die Umfrage Spisefakta ist Norwegens umfassendste Studie über die Essgewohnheiten und Einstellungen der Norweger zum Essen. Die Studie wird seit 1987 durchgeführt und liefert eine einzigartige und solide Datenbasis, die es ermöglicht, sowohl langfristige Trends als auch kurzfristige Veränderungen zu erfassen. Über 3.000 Personen beteiligen sich an der Umfrage.

Lesen Sie hier, warum die Norweger ihren Braunkäse schützen lassen wollen.

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