Bayern will Zusammenarbeit mit Norwegen im Bereich Wasserstoff ausbauen

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Norwegens Staatssekretärin für Energie, Elisabeth Sæther, sprachen im Rahmen der Messe Intersolar in München.©StMWi/E. Neureuther

München, 12. Mai 2022. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat der Messe Intersolar in München die norwegische Staatssekretärin für Energie, Elisabeth Saether, zu energiepolitischen Gesprächen getroffen. Zentrale Themen waren der aktuelle Lieferstopp von russischem Erdgas durch die Ukraine und die künftig geplante Lieferung von norwegischem Wasserstoff nach Bayern.

Aiwanger würdigte die wichtige Rolle Norwegens für die Versorgung Deutschlands mit Erdgas: „Norwegen ist nach Russland der wichtigste Gaslieferant Deutschlands. Es ist für unsere Wirtschaft existenziell, dass die Lieferreduktion aus dem Osten durch Norwegen ausgeglichen wird. Diese traditionell enge und technisch bewährte Partnerschaft müssen wir jetzt dringend auf den Bereich Wasserstoff ausweiten. Die bestehende Erdgas-Infrastruktur ist für eine künftige Wasserstoffnutzung ein Startvorteil. Und ein europäischer Partner vor unserer Haustür mit einem identischen Wertesystem erleichtert natürlich die Zusammenarbeit. Hinzu kommt das große Potenzial an erneuerbaren Energien. Ich bin deshalb von einer gemeinsamen und fruchtbareren Energiezukunft überzeugt.“

Die gemeinsame Wasserstoffwirtschaft soll in einer Expertenreise des bayerischen Wirtschaftsministers nach Norwegen und Schottland vom 13. bis 15. Juni angestoßen werden. Aiwanger: “Ich erwarte mir bei den Gesprächen in Oslo konkrete Vorschläge, damit in Zukunft norwegischer Wasserstoff auch in Bayern zum Einsatz kommen kann. Dafür müssen unter anderem Potenziale dargestellt, Finanzierungen geklärt und die Transportwege sichergestellt werden. Norwegen ist ein idealer Wasserstoff-Partner für Bayern, das haben die Gespräche mit Staatssekretärin Saether bestätigt. Dank der bestens ausgebauten Wasserkraft und der Offshore-Windkraft hat die Produktion von grünem Wasserstoff enormes Potenzial. Derzeit werden in Norwegen 15 Wasserstoffprojekte staatlich gefördert, der Bau von Produktionsstätten entlang der Küste ist geplant.”

Wirtschaftsminister Aiwanger wird in Norwegen mit mehreren Regierungsmitgliedern sprechen und Wasserstoffprojekte besichtigen. Im April hat Aiwanger die Bayerische Wasserstoff-Roadmap vorgestellt. Diese konkretisiert die bereits 2020 vorgelegte Wasserstoffstrategie. Unter dem Dach des von Aiwanger initiierten Zentrums Wasserstoff.Bayern (H2.B) in Nürnberg haben sich derzeit über 260 Unternehmen, Kammern, Verbände und Forschungseinrichtungen zum Bayerischen Wasserstoffbündnis zusammengeschlossen. Im niederbayerischen Pfeffenhausen entsteht zudem mit dem Wasserstoff Technologie- und Anwenderzentrum eines von vier nationalen Wasserstoffzentren.

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