Norwegen steigert Gaslieferungen in diesem Jahr um acht Prozent

Auf dem norwegischen Festlandsockel stieg die Gasproduktion im ersten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent.©Equino/Norwegisches Petroleum DirektoratNPD

Oslo, 9. Mai 2022. Norwegen wird seine Gaslieferungen in diesem Jahr um acht Prozent gegenüber 2021 steigern. Nach aktuellen Schätzung der norwegischen Behörden wird das Land 2022 122 Milliarden Norm-Kubikmeter Gas verkaufen, neun Milliarden mehr als 2021. Basierend auf der bisherigen Produktion 2022 und den neuesten Informationen über weitere Aktivitäten haben die norwegischen Behörden heute die Schätzung für die Gaslieferungen aus den Feldern auf dem norwegischen Schelf im Jahr 2022 aktualisiert. Im ersten Quartal dieses Jahres lieferten die Unternehmen 1,7 Milliarden m3 Gas, das auf dem norwegischen Festlandsockel gefördert wurde –  sechs Prozent mehr Gas als im gleichen Quartal 2021.

„Dies sind erhebliche Energiemengen. Der Energieinhalt der Aufstockung liegt bei etwa 100 TWh. Die Unternehmen auf dem norwegischen Regal produzieren heute mit voller oder fast voller Kapazität. Die hohen Preise geben den Unternehmen starke Anreize, aktiv an der Auslastung der Produktionskapazitäten auf den Feldern zu arbeiten“ sagt Minister für Erdöl und Energie Terje Aasland.  

In mehreren Bereichen wurden Maßnahmen umgesetzt, die kurzfristig zu erhöhten Lieferungen durch die Gaspipelines führten. Die Marktsituation habe es für Akteure attraktiv gemacht, einen etwas größeren Anteil der Erdölförderung als Pipelinegas zu verkaufen. In einigen Feldern werde Gas, das eigentlich in das Feld eingespeist werden sollte, jetzt auf dem Markt verkauft. Darüber hinaus wurden nicht unbedingt notwendige Wartungsarbeiten in der Gasversorgungskette verschoben, teilt das Energieministerium mit.

Der Anstieg ist auch möglich, weil das seit einem Brand stillgelegte Werk zur Herstellung von Flüssiggas (LNG) auf der Insel Meloyka bei Hammerfest am 17. Mai die Produktion wieder aufnehmen soll. Das Gas für die Produktion wird im Ergasfeld Snøhvit gefördert. Die Anlage soll nach Inbetriebnahme pro Monat die gleiche Menge produziert wie im letzten Jahr bei voller Produktion.

Das Ministerium weist allerdings darauf hin, dass auch für das laufende Jahr Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen Produktionsmengen bestehen. Ein höheres Produktionsniveau im Jahresverlauf hänge von einem sicheren und stabilen Betrieb auf den Feldern und zentralen Einrichtungen sowie von der planmäßigen Inbetriebnahme der Felder ab.  

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