Schiffstaufe mit Kronprinz Haakon: Yara Birkeland startet Testphase

Die beiden zwölfjährigen Taufpatinnen Pernille Gundersrud und Malene Moen Straume bei der Taufe von Yara Birkeland.©Liv Anette Luane, Kongehuset

Porsgrunn, 29. April 2022. Das weltweit erste elektrische und selbstfahrende Containerschiff Yara Birkeland nimmt seinen Betrieb auf. Es wird zwischen der Düngemittelfabrik des Konzerns Yara AS in Porsgrunn und dem Exporthafen von Brevik verkehren und jährlich 40.000 Lkw-Fahrten ersetzen. Kronprinz Haakon eröffnete die feierliche Inbetriebnahme mit der Taufe des Schiffes. 500 Fünft-, Sechst- und Siebtklässler der Brevik-, Grønli-, Klevstrand- und Stridsklev-Schulen nahmen an der Feier im Hafen von Grenland teil.

Fast 800 Menschen, Schüler und geladene Gäste feierten Yara Birkeland im Hafen von Brevik.©Yara International

Yara Birkeland ist ein ehrgeiziges Pionierprojekt mit dem Ziel, Norwegen als führende grüne Schifffahrtsnation bekannt zu machen. Kongsberg ist für die gesamte Technologie und Ausrüstung verantwortlich. Das Schiff wurde von der Werft Vard gebaut, das auf autonome Schifffahrt spezialisierte Unternehmen Massterly wird das Schiff betreiben. Zur Finanzierung des Schiffes erhielten die Projektpartner finanzielle Unterstützung der staatlichen Agentur Enova.

Auf technischer Seite war der Technologiekonzern KONGSBERG für die Entwicklung und Bereitstellung aller wesentlichen Technologien bei Yara Birkeland verantwortlich. Dies gilt für die Sensoren und die Integration, die für den ferngesteuerten und autonomen Betrieb erforderlich sind, sowie für elektrische Antriebs-, Batterie- und Steuerungssysteme.

Das emissionsfreie und autonom fahrende Schiff Yara Birkeland am Kai der Düngemittelfabrik von Yara in Porsgrunn. Blick vom Prilletårnet auf die Fabrik, die 1987 fertiggestellt wurde und damals das höchste Gebäude Norwegens war.©Kongshuset

Zunächst wird Yara Birkeland zwei Jahre noch von Personen an Bord begleitet, um autonom zu werden und als autonomes, vollelektrisches Containerschiff zertifiziert zu werden. Im November vergangenen Jahres absolvierte das Schiff seine Jungfernfahrt nach Oslo.

Kronprinz Haakon, 2. v.l., auf Tour durch Yara Birkeland: Hier im Batterieraum an Bord.©Liv Anette Luane,Kongehuset

„Hier am Hafen sind wir heute mitten in der Zukunft“, sagte Kronprinz Haakon in seiner Ansprache. Wenn es so läuft, wie wir es wollen, dann wird die Zukunft ruhiger. Sie ist frei von schädlichen Emissionen. Sie ist sauber. Und wir kümmern uns besser um die Menschen, den Planeten und alle Lebewesen, als wir es in den letzten Jahren getan haben.“ An die anwesenden Schüler gerichtet erklärte er: „…, dass die Schifffahrt weltweit über zwei Prozent der jährlichen CO2-Emissionen verursacht. Wenn du es schaffst, diese auf ein Minimum zu reduzieren, hat das große positive Folgen für die Erde, für dich, wenn du immer älter wirst – denn du wirst länger hier sein als wir, die wir bereits erwachsen sind.“ Deshalb sei es so wichtig, dass jemand die Führung übernimmt. Dass jemand es wagt, voranzugehen. Weil es Mut braucht, etwas Neues zu schaffen. Es erfordere Investitionen, Geduld und man dürfe nicht nach dem ersten Versuch aufgeben „Sie, die Sie hier in Yara gearbeitet haben, haben im Laufe der Geschichte so viele Male gearbeitet, was viel Positives für Norwegen und die Welt geschaffen hat.“

Das Schiff ist nach einem der führenden Forscher Norwegens, dem Physikprofessor Kristian Birkeland, benannt. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte er, wie man Stickstoff aus der Luft für den Einsatz in Mineraldünger gewinnen konnte. Dies bildete die Grundlage für die Gründung von Yara, dem ersten Unternehmen in der heutigen weltweiten Mineraldüngerindustrie, und eine Notwendigkeit, die Welt zu ernähren.

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