Schweizer Baukonzern Implenia baut längste Eisenbahnbrücke Norwegens

Die Brücke über den Mjøsa-See wird 1.022 Meter lang. Digitalisierte und modellbasierte Planung und Ausführung der Tangenvika-Brücke©Implenia/Norconsult.

Glattpark (Opfikon), 25. April 2022. Bane NOR, das für die norwegische Bahninfrastruktur verantwortliche staatliche Unternehmen, beauftragt die Implenia AG mit dem Bau der doppelspurigen Tangenvika-Eisenbahnbrücke über den Mjøsa-See. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt rund 190 Millionen CHF (1,8 Mrd. NOK). Die Eisenbahnbrücke umfasst eine 1.022 Meter lange Spannbetonbrücke sowie einen rund zwei Kilometer langen Bereich über Land mit einer Wildtierüberführung. Das Projekt startet im zweiten Quartal 2022 und soll im Jahr 2027 abgeschlossen sein.

Wie Implenia mitteilt, erhielt das Unternehmen den Zuschlag für dieses große und komplexe Infrastrukturprojekt aufgrund der besten Bewertung in Qualität und Preis. Der Bau soll mit geringstmöglichen Auswirkungen auf die Umwelt im und um den Mjøsa-See erfolgen. Die Lagerung und Verwendung von Ausbruchmaterial werde so geplant, dass möglichst wenige Transportfahrten erforderlich sind.

«Wir sind sehr stolz darauf, dass wir die Tangenvika-Brücke bauen dürfen und danken Bane NOR für das Vertrauen in Implenia. Das Projekt hat einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit – einer der fünf Unternehmenswerte von Implenia. Wir werden dies im Projekt leben, indem wir systematisch daran arbeiten, sowohl die technischen als auch die ökologischen Anforderungen zu erfüllen. Das Projekt wird CEEQUAL-zertifiziert sein», sagt Christian Späth, Head Division Civil Engineering von Implenia.

Planung sowie Realisierung des Projekts erfolgen vollständig digitalisiert mit BIM-Modellen (Building Information Modeling).

Der jetzt vergebene Auftrag ist ein schlüsselfertiger Auftrag, der den Bau der Tangenvika-Eisenbahnbrücke und einer Anschlusszone an beiden Enden der Brücke in der Gemeinde Stange umfasst. Die Brücke selbst wird den Mjøsa-See zwischen Espa und der Halbinsel Tangen überqueren. Implenia wird mit diesem Vertrag die Gesamtverantwortung für Design, Beschaffung und Konstruktion übertragen.

Mit der Fertigstellung der Projekte zwischen Kleverud und Åkersvika (Hamar) im Jahr 2027 wird der Zugverkehr nach Hamar erheblich verbessert. Das Projekt ist ein wichtiger Teil der InterCity-Initiative, die einen verbesserten Zugverkehr in Ostnorwegen bieten soll. Auf der Dovre-Linie bedeutet dies eine kürzere Reisezeit von weniger als einer Stunde zwischen Hamar und Oslo und eine Erhöhung der Abfahrten auf zwei Züge pro Stunde auf der Basisstrecke sowie Fernzügen und Notzügen. Auch die Kapazität für Güterzüge soll erhöht werden.

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