Equinor’s Energiewende: Mit Öl und Gas, erneuerbarer Energie und kohlenstoffarmen Lösungen zur Netto-Null-Emission

Die Anlage von Kollsnes in Øygarden westlich von Bergen.©Manfred Jarisch / Equinor ASA

Oslo, 19. April 2022. Der norwegische Energiekonzern Equinor erklärt in seinem ersten Energy Transition lan, der im März veröffentlicht wurde, wie das Unternehmen konkret seine ambitionierten Klimaziele erreichen will. Auf der Jahreshauptversammlung 2022 am 11. Mai sollen die Aktionäre über den Energiewendeplan abstimmen. Er enthält kurzfristige und mittelfristige Maßnahmen, um das Netto-Null-Ziel für 2050 zu erreichen.

Die Energiewende von Equinor baut auf drei Säulen auf: Es soll weiterhin Öl und Gas produziert werden – mit sinkenden Emissionen aus der Produktion. Die Entwicklung erneuerbarer Energien soll mit konkreten Projekten fortgesetzt und die Produktion kohlenstoffarmer Energie mittels Wasserstoff-Einsatz und CO₂-Speicherung vorangetrieben werden. Mehr als der Hälfte der jährlichen Bruttoanlageinvestitionen sollen bis 2030 in erneuerbare Energien und kohlenstoffarme Lösungen fließen.


1. Installed capacity, including capacity from financial investments. 2. 90% of these reductions to be met by absolute reductions.©Equinor

Equinor schlägt auch vor, seinen Unternehmensgegenstand zu ändern, die sich derzeit ausschließlich auf Erdöl konzentriert. Der Begriff „Energie“ soll das Wort „Erdöl“ ersetzen, was der aktuellen Strategie und dem Bestreben des Unternehmens entspreche. Unternehmensgegenstand sei die Lieferung von Energie mit geringeren – und schließlich Netto-Null-Emissionen.

„Um die Gesellschaft zu dekarbonisieren, müssen wir wirksame Akteure des Wandels in der Energiewende sein. Wir haben eine klare Richtung vorgegeben, um unsere Erfahrung, Kompetenz und die finanzielle Stärke von Öl und Gas auf neue wertschöpfende Sektoren des Energiesystems anzuwenden. Wir freuen uns, unseren Aktionären den Plan vorzustellen und freuen uns auf den weiteren Dialog über den notwendigen Weg zur Dekarbonisierung“, sagt Jon Erik Reinhardsen, Vorstandsvorsitzender von Equinor.

Der Plan kann hier heruntergeladen werden.

Im Februar dieses Jahres verstärkte das Unternehmen seine Klima-Ambitionen, indem es eine konzernweite Netto-Emissionsreduktion der betriebenen Scope-1- und 2-Emissionen um 50 Prozent bis 2030 festlegt. Equinor strebt an, 90 Prozent dieser Reduzierung durch absolute Reduktionen zu erreichen.

Die Strategie von Equinor besteht darin, weiterhin langfristige Werte zu schaffen und gleichzeitig zuverlässige Energie mit immer geringeren Emissionen zu liefern. Der Energiewendeplan integriert Schlüsselelemente der Dekarbonisierungsstrategie von Equinor in bestehende Maßnahmen. Der Plan enthält Informationen über die Verwendung des Kapitals, das politische Engagement, Risiko- und Leistungsrahmen und andere Voraussetzungen, um die Ambitionen des Unternehmens zu erfüllen. 

Wie das Unternehmen mitteilt, wurde der Plan in enger Zusammenarbeit mit wichtigen Interessenvertretern auf der Grundlage der Climate Action 100+ Net Zero Company Benchmark entwickelt.  Er basiere auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Szenarien der Internationalen Energieagentur (IEA) und des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC), teilt Equinor mit. Über den Fortschritt des Energiewendeplans werde jährlich berichtet, die Aktionäre sollen alle drei Jahre Stellung zu den weiteren Maßnahmen beziehen.

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