Norwegisches Postschiff „Havila Capella“ wegen Sanktionen gegen Russland in Bergen festgesetzt

Am 24. November legte Havila Capella als erstes der vier neuen Schiffe von Havila Kystruten am Kai in Bergen an. Jetzt darf das Schiff den Hafen vorerst nicht verlassen. ©Havila Kystruten

Oslo, 13. April 2022. Die norwegische Reederei Havila Kystruten, die im Dezember 2021 die Havila Capella, ihr erstes Schiff auf der Postschiff-Route Bergen-Kirkenes, in Dienst gestellt hat, ist von dem neuen EU-Sanktionsregeln gegen Russland betroffen. Das Schiff ist über die staatliche russische Leasing-Gesellschaft GTLK geleast. Daher wurde es am 11. April in Bergen festgesetzt. Nachdem die Behörden mehrere Tage keine Entscheidung über die Weiterreise getroffen haben, sagte das Unternehmen die Tour Bergen-Kirkenes-Bergen ab. Passagiere an Bord wurden bei ihrer Heimreise unterstützt, und alle Reisenden erhalten eine Rückerstattung für ihre Reise mit Havila Capella, teilt die Reederei mit.

Wie Havila Kystruten mitteilt, unterstützt das Unternehmen die Sanktionen der Regierung gegen Russland und hält sich an Sanktionsentscheidungen der Regierung. Derzeit werde an einer neuen Finanzierung für das Schiff gesucht. Die anderen drei Schiffe der Reederei, die 2022 ausgeliefert werden sollen, gehören bis zur Lieferung der Tersan Werft in der Türkei. Auch hierfür soll eine neue Finanzierungslösung gefunden werden. Das bedeute, dass die Havila Kystruten von ihrem ursprünglichen Finanzierungsplan abweichen werde.

Die vier Schiffe von Havila Kystruten wurden bestellt, nachdem die Havila Group 2018 einen Zehnjahresvertrag mit dem Staat für den Betrieb von vier der elf Schiff erhielt, die regelmäßig zwischen Bergen und Kirkenes die Postschiff-Route befahren.  Als zweites Schiff der Havila Kystruten soll die Havila Castor am 10. Mai seine Jungfernfahrt antreten.

Finden sie hier die Mitteilung des Unternehmens zur Festsetzung der Havila Capella.

Finden Sie hier weitere Informationen zum Schiffsneubau von Havila Kystruten.

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