Neue Allianz will Produktion nachhaltiger Batteriematerialien in Norwegen vorantreiben

Im Industriepark Herøya in Porsgrunn soll die Produktionsstätte von Vianode errichtet werden.©Vinode

Oslo, 6. April 2022. Der norwegische Aluminiumkonzern Hydro AS und der Investmentfonds Altor (Altor Fund V) beteiligen sich am Tochterunternehmen des norwegischen Silizium-Herstellers Elkem ASA, Vianode, um die Herstellung nachhaltiger Batteriematerialien zu beschleunigen. Hydro und Altor werden jeweils 30 Prozent von Vianode übernehmen, während Elkem die restlichen 40 Prozent behalten wird.

Der norwegische Silizium-Hersteller Elkem ASA hatte im vergangenen Jahr ein Pilotprojekt zur Herstellung von Batteriegraphit in Kristiansand in Betrieb genommen, die Pilotproduktion im industriellen Maßstab gestartet und das Unternehmen Vianode zur Herstellung von nachhaltigem und qualitativ hochwertigem synthetischem Anodenmaterialien gegründet. Abnehmer des Batteriematerials ist der Batteriehersteller Morrow.  Eine Investitionsentscheidung für die erste Phase des Baus der Anlage in Herøya soll in der ersten Hälfte des Jahres 2022 getroffen werden, teil Vianode mit.

Vianode habe eine Reihe von synthetischen Graphitprodukten für Batterien mit einzigartigen Leistungsmerkmalen entwickelt und mit deutlich geringeren CO2-Emissionen als die heutigen Standardmaterialien hergestellt, heißt es in einer Presseerkärung. Heute enthalte ein Elektrofahrzeug durchschnittlich 40 bis 70 Kilogramm Graphit, das eine wichtige Komponente der Batterie darstellt. Die Produkte von Vianode werden auf der Grundlage von spezialisiertem Know-how in Hochtemperaturprozessen, geschlossenen Produktionssystemen, geringerem Energieverbrauch und Zugang zu erneuerbarer Energie entwickelt.

Vianode hat heute 50 Mitarbeiter. In der geplanten Produktionsanlage sollen etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt sein und Graphit für mehr als 20.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr produzieren. Eine potenzielle Großanlage könne Graphit für mehr als eine Million Elektrofahrzeuge pro Jahr produzieren. Die Zahl der Mitarbeiter könne auf rund 300 erhöht werden, teilt Vianode mit. 1.000 grüne Arbeitsplätze einschließlich externer Effekte könnten entstehen.

Die Gesamtinvestitionen in die Anlage der ersten Phase und die Vorbereitungen für eine potenzielle Großanlage gibt das Unternehmen mit zwei Milliarden NOK an. Die Anlagenentwicklung stehe noch aus. Es seien noch Rahmenbedingungen zu klären, einschließlich öffentlicher Fördermechanismen und des langfristigen Zugangs zu wettbewerbsfähigen erneuerbaren Energien und zur Netzinfrastruktur.

„Der Markt für Batteriematerialien wächst exponentiell und die Entwicklung nachhaltiger Wertschöpfungsketten ist entscheidend für die grüne Transformation. Vianode hat sich zum Ziel gesetzt, ein führender Hersteller nachhaltiger Batteriematerialien zu werden, und dies stellt eine attraktive Wachstumschance für Elkem dar. Hydro und Altor bringen beide erhebliche Erfahrungen und Fachkenntnisse bei der Entwicklung groß angelegter Industrieprojekte in der Batterie-Wertschöpfungskette ein. Durch komplementäre Kompetenzen wird die Partnerschaft mit Hydro und Altor dazu beitragen, Vianode zu einem äußerst wertvollen Beitrag zur europäischen Batterie-Wertschöpfungskette zu machen“, sagt Helge Aasen, CEO von Elkem.

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