Hurtigruten und SINTEF entwickeln emissionsfreie Schiffe für die Postschiffroute

Die MS Nordnorge im Hjorundfjord-Norway©Fabrice Milochau/ Hurtigruten Norway

Hamburg/Oslo, 31. März 2022. Die norwegische Reederei Hurtigruten Group will in Kooperation mit der norwegischen Forschungsorganisation SINTEF emissionsfreie Schiffe für die norwegische Küste entwickeln. Das erste emissionsfreie Schiff soll im Jahr 2030 auf der klassischen Postschiffroute von Hurtigruten Norwegian Coastal Express in Betrieb genommen werden. Welche Technologie dabei Anwendung findet, Wasserstoff, Ammoniak oder andere Lösungen, bleibt noch offen.

Sintef wird eine Machbarkeitsstudie erarbeiten und herausfinden, welche Technologie heute verfügbar ist, welche Technologie entwickelt werden muss und wer zum Bau des Schiffes beitragen kann.

Das Projekt umfasst alle Aspekte eines neuen Schiffbauprogramms, vom Design über Antrieb, Energie und Treibstoff bis hin zu Hotelbetrieb und digitalen Lösungen. Ziel ist es, die neuen Schiffe komplett emissionsfrei und aus Sicht der Kreislaufwirtschaft nachhaltig zu gestalten. Als Partner wird SINTEF Analysen, Forschung und Entwicklung vorantreiben.

„Hurtigruten Norwegen und SINTEF können der Welt mit diesem Projekt zeigen, dass grüne und nachhaltige Passagierschiffe schon in naher Zukunft realisierbar sind. Die Senkung der Emissionen im maritimen Sektor ist keine leichte Aufgabe, und wir brauchen ehrgeizige Unternehmen wie Hurtigruten Norwegen, die Initiativen wie diese ergreifen“, sagt SINTEF-Präsidentin Alexandra Bech Gjørv.

Hurtigruten modernisiert derzeit seine bestehende Flotte. Ziel ist es, die CO2-Emissionen um 25 Prozent und die NOx-Emissionen um 80 Prozent zu senken. Das Unternehmen strebt eine Vorreiterrolle im Bereich des nachhaltigen Reisens an.

„Die Zukunft der Postschiffreise liegt nicht bei Schiffen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Wenn wir die Küstenroute in den nächsten 100 Jahren befahren, dann wird es emissionsfrei sein und die schönste Seereise der Welt noch spektakulärer machen“, so Hedda Felin, CEO von Hurtigruten.

Mit den 34 Häfen, die die Hurtigruten Postschiffe entlang der norwegischen Küste anlaufen, biete die Route die besten Voraussetzungen für die Nachhaltigkeitsinitiative. Hier gebe es diverse Möglichkeiten, die künftige Infrastruktur für grüne Energie zu nutzen, und mehrere Häfen würden den Ausbau der Landstromanschlüsse planen, teilt Hurtigruten mit. Norwegen habe eine starke Forschungs- und Schifffahrtsindustrie und eine große Bereitschaft der Politik, die nachhaltige Schifffahrt zu unterstützen. All das seien positive Faktoren, die die norwegische Küste zu einem perfekten Standort für die Initiative machen.

„Die erste Phase des Projekts ist bereits angelaufen und besteht aus einer Machbarkeitsstudie, in der technologische und betriebliche Lösungen für emissionsfreie Hurtigruten Postschiffe an der norwegischen Küste erforscht werden“, erklärt Trond Johnsen, SINTEF Ocean Market Director. In der nächsten Phase sollen führende Partner aus der maritimen Industrie eingeladen werden, sich an der Weiterentwicklung des Projekts für innovative umweltfreundliche Schiffskonzepte und -technologien zu beteiligen.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Deutsch-norwegische Beziehungen im Fast-Track-Modus