Konferenz zur deutsch-norwegischen Zusammenarbeit zur Dekarbonisierung der Industrie 

 

Oslo, 24.März 2022. Die Industrie spielt eine entscheidende Rolle, wenn die EU bis 2050 das Netto-Null-Emissionsziel erreichen will. In den meisten Netto-Null-Emissionsszenarien ist eine schnelle Verbreitung von Klimatechnologien wie Wasserstoff und Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung (CCUS) in Kombination mit Kreislaufprinzipien erforderlich. Um zu erörtern, wie bilaterale Industriepartnerschaften zu einer tiefgreifenden Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen können, laden die AHK Norwegen, die norwegische Botschaft in Berlin und Innovation Norway am 12. Mai nach Düsseldorf zum German-Norwegian Industry Forum ein. Hier suchen Vertreter von Industrieunternehmen, Industrieverbänden, Forschungsinstituten und Behörden Lösungen, wie der Einsatz von Wasserstoff und das CO2-Management gefördert und vorangetrieben werden kann und welche konkreten Partnerschaften zwischen Norwegen und Deutschland zur Schaffung eines Marktes für neue Klimatechnologien beitragen können.

Während der Konferenz erhalten die Teilnehmer unter anderem Einblicke in Projekte von Equinor, HeidelbergCement und Aker Carbon Capture, die zeigen, welche Chancen der grüne Wandel für die bilaterale Zusammenarbeit bietet. Die teilnehmenden Unternehmen, Organisationen und Forschungsakteure werden den Teilnehmern des Industrieforums in Workshops zu Wasserstoff und CO2-Management konkrete Lösungen und Ideen vorzustellen.

„Nur durch eine verstärkte Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg werden wir das Potenzial nutzen können, das in der grünen Wende für die europäische Industrie liegt. So überwinden wir auch die Hindernisse. Die politischen Rahmenbedingungen müssen angepasst, die grenzüberschreitende Infrastruktur ausgebaut und in die Entwicklung und Skalierung neuer und klimafreundlicher Technologien investiert werden. Das German-Norwegian Industry Forum ist eine Plattform, um diese Bereiche der Zusammenarbeit zu identifizieren“, erklärt Petter Ølberg, Botschafter Norwegens in Deutschland.

Die Diskussion zum Industrieforum beginnt mit einem Dialog über die Dekarbonisierung in Nordrhein-Westfalen und die Rolle Norwegens bei der Umsetzung des Green Deal der EU und des grünen Wandels in der deutschen Industrieregion. Mit seinem technologischen Know-how und den naturgemäß guten Bedingungen für die grüne Industrie sei Norwegen ein wertvoller Partner bei der grünen Wende der europäischen Industrie, so Manuel Kliese, Deutschland-Direktor von Innovation Norway. Deutschland habe einen so großen Bedarf an Wasserstoff in Industrie, Verkehr und Heizung, so dass Importe in großem Umfang notwendig sein werden. Norwegen könne hier einen Beitrag leisten, deshalb sei es wichtig, dass zügig eine Industriepartnerschaft mit Deutschland aufgebaut wird.

„Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen sind die industriellen Zentren Europas, mit einigen der größten europäischen Industrieparks für Chemie, Stahl und Zement in unmittelbarer Nähe. Nirgendwo ist die Notwendigkeit größer, in großem Umfang in die industrielle Dekarbonisierung und den Aufbau einer Infrastruktur zu investieren, die die schrittweise Einführung von Wasserstoff- und CO2-Management ermöglicht. Mit der Veröffentlichung der staatlichen CO2-Management-Strategie Ende November ist der Zeitpunkt sehr günstig, um jetzt entsprechende Plattformen dafür zu schaffen“, sagt Michael Kern, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Norwegen.

Am 11. Mai wird eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern zudem die Möglichkeit haben, das Stahlwerk von Thyssenkrupp in Duisburg sowie den Chemiepark in Marl zu besuchen.

Weitere Informationen zum Programm und das Anmeldeformular finden Sie hier.

Lesen Sie hier mehr über das norwegische CCS-Demonstrationsprojekt Langskip.

 

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Norwegen –Vorposten der NATO im Hohen Norden