Norwegens Regierung will neue Gebiete für Öl- und Gasförderung öffnen

Oslo, 17. März 2022. Das norwegische Ministerium für Erdöl und Energie hat einen Vorschlag zur Ankündigung der Genehmigungsrunde APA 2022 (Zuteilung in vordefinierten Gebieten für die Erkundung und Förderung von Öl und Gas) zur öffentlichen Konsultation übermittelt. Danach soll ein zusätzliches Gebiet in der Barentssee in das Gebiet aufgenommen werden, das für Öl- und Gasförderungen geöffnet wird. Das Ministerium strebt an, die APA 2022 wie gewohnt umzusetzen. Bewerbungsschluss für die Ausschreibung ist im dritten Quartal 2022, die ÖLizenzvergabe erfolgt im Januar 2023.

Durch die APA-Lizenzrunden werden Produktionslizenzen in den geologisch bekanntesten Teilen des norwegischen Festlandsockels vergeben. „Der Zugang zu neuem, attraktivem Land ist eine tragende Säule der Regierungspolitik zur Weiterentwicklung der Industrie. Mit der diesjährigen APA-Runde, die wir jetzt vorschlagen, ermöglichen wir neue Entdeckungen in den kommenden Jahren. Neue Entdeckungen sind entscheidend für die Sicherung von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Produktion“, sagt Terje Aasland, Minister für Erdöl und Energie.

Der Großteil des verfügbaren Explorationsgebietes in Norwegen sind nun von den APA-Runden abgedeckt, da auf fast dem gesamten offenen, zugänglichen Teil des norwegischen Festlandsockels seit Jahrzehnten Explorationsaktivitäten andauern. Das APA-Gebiet umfasst den größten Teil der Nordsee, das Europäische Nordmeer und einen großen Teil der Barentssee im Süden.

Alle Genehmigungsrunden auf dem norwegischen Schelf werden in Gebieten durchgeführt, die für Erdölaktivitäten offen sind, und innerhalb des gebietsbezogenen Rahmens aus den Bewirtschaftungsplänen für die norwegischen Seegebiete.

In der nun beginnenden Konsultationsrunde werden die Konsultationsgremien nur dann um Stellungnahme gebeten, wenn sie der Ansicht sind, dass neue, wesentliche Informationen hinzugekommen sind, die für die Entscheidung darüber relevant sind, wo im offenen, zugänglichen Gebiet möglicherweise Erdölaktivitäten stattfinden, teilt das Energieministerium mit. Dies gilt ab der letzten Behandlung des Themas durch das Storting im Sommer 2020.

Die Zuordnung in vordefinierten Gebieten (APA) wurde 2003 eingeführt, um die zeitnahe Exploration der geologisch bekanntesten Teile des Schelfs zu erleichtern. In diesen Gebieten sei die erwartete Entdeckungsgröße rückläufig. Es werde nach kleineren Funden gesucht, die keine eigenständige Erschließung rechtfertigen können, die aber in Verbindung mit anderen Funden rentabel sein und/oder bestehende oder geplante Infrastruktur nutzen können. Eine rechtzeitige Erkundung dieser Bereiche sei daher wichtig, so das Ministerium.

Die Vorhersagbarkeit, welche Gebiete in der APA beantragt werden können, und die regelmäßige Auffüllung neuer Gebiete sei wichtig, um eine effektive Exploration zu erreichen. APA-Runden würden daher jährlich durchgeführt. Bei Bekanntgabe werde geprüft, ob das Regelungsgebiet (APA-Gebiet) erweitert werden soll. Ob neue Gebiete in das APA-Gebiet aufgenommen werden, entscheiden die erdölfachlichen Gutachten. 

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