EU will Schaffung einer grünen Allianz mit Norwegen prüfen

Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der gemeinsamen Pressekonferenz.©SMK

Brüssel, 23. Februar 2022. Norwegen will die Zusammenarbeit mit der EU im Bereich grüne Transformation stärken. Bei einem Besuch des norwegische Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre bei der EU-Kommission in Brüssel ging es vor allem um eine Vertiefung der Kooperation in den Bereichen nachhaltige Technologien und Märkte, die für die Beschleunigung des grünen Übergangs bis 2030 von Bedeutung sind, Entwicklung und Einsatz von grünem und kohlenstoffarmem Wasserstoff, Offshore-Windenergie, Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS), Mineralien, Batterien und umweltfreundlicher Versand. Die EU wolle die Schaffung einer grünen Allianz mit Norwegen prüfen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Auch die Entwicklung in der Ukraine gehörte zu den Themen. Støre hatte Gespräche mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel und den Kommissaren Frans Timmermans, Valdis Dombrovskis und Margrethe Vestager.

In einem gemeinsamen Pressestatement heißt es: „Die EU und Norwegen werden nach Möglichkeiten suchen, diese gemeinsame Vision zu konsolidieren und ihr Klimaschutzengagement auf eine noch solidere Grundlage zu stellen, indem sie versuchen, eine Grüne Allianz zwischen der EU und Norwegen zu gründen.“

Sowohl Norwegen als auch die EU hätten hohe Ambitionen, Emissionen zu senken und Arbeitsplätze zu schaffen. Um schneller nachhaltige Lösungen und Branchen entwickeln zu können, bedürfe es einer engeren Zusammenarbeit. Daher sei diese Vereinbarung mit der EU zur Stärkung der Zusammenarbeit beim grünen Wandel sehr wichtig, sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre. „Norwegen hat Lösungen, die die EU braucht, und für die norwegische Wirtschaft und Industrie ist die EU der wichtigste Markt. Eine verstärkte Partnerschaft mit der EU wird für eine Reihe von norwegischen Industrieinvestitionen in den kommenden Jahren von großer Bedeutung sein, wie Offshore-Windenergie, Batterien, Mineralien, umweltfreundliche Schifffahrt, Wasserstoff- und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Dies ist eine Initiative, die bestehende Arbeitsplätze sichern und neue nachhaltige Arbeitsplätze in Norwegen schaffen wird.“

Präsidentin Ursula von der Leyen erklärte, dass die EU und Norwegen das gemeinsame Ziel, Klimaneutralität zu erreichen, noch stärker vorantreiben wollen. „Wir werden enger zusammenarbeiten, um das Potenzial zur Dekarbonisierung unserer Volkswirtschaften und insbesondere unserer Energiesysteme zu entfalten und sie widerstandsfähiger gegen den Klimawandel und globale Spannungen zu machen. Das EWR-Abkommen ist eine hervorragende Grundlage für die Stärkung unserer Zusammenarbeit zwischen der EU und Norwegen im Klimaschutz. Wir sind sehr daran interessiert, unser gemeinsames Handeln für den europäischen Grünen Deal noch weiter zu festigen und die Gründung einer Grünen Allianz zu prüfen.“

Støre traf auch mit norwegischen Unternehmen und der in Brüssel anwesenden Gewerkschaftsvertretung zusammen und leitete eine gemeinsame Veranstaltung mit der EU über norwegische Batterieinvestitionen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen der EU und Norwegen im Bereich Wasserstoff.

Finden Sie hier das gemeinsame Pressestatement der EU und Norwegens zum Thema Klimapolitik.

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