Mehr nachgewiesenen Öl- und Gas-Ressourcen und gutes Wachstum der Reserven in Norwegen

Erdölressourcen und Unsicherheit in den Schätzungen zum 31. Dezemebr 2021.©NPD

Oslo, 22. Februar 2022. Norwegens Öl- und Gasressourcen haben im vergangenen Jahr zugenommen. Das heißt, es wurde mehr Öl und Gas nachgewiesen als im Vorjahr. Zwei Drittel dieser Reserven waren Gas. Darüber informierte das Norwegische Petroleum Direktorat Oljedirektoratet (NPD), das am 22. Februar die Ressourcenkonten für 2021 veröffentlichte. Diese Publikation bietet einen Überblick über die erwarteten gesamten förderbaren Erdölressourcen, einschließlich unentdeckter Ressourcen. Die jährlich aktualisierten Ressourcenkonten basieren auf Daten, die von den Betreibergesellschaften an die NPD gemeldet werden, sowie auf eigenen Daten. Öl- und Gasvorkommen werden entdeckt, Entdeckungen werden als Felder erschlossen, wenn sie wirtschaftlich und technologisch tragfähig sind, und das Öl und Gas wird gefördert und verkauft. Dies führt zu dynamischen Ressourcenkonten, die sich von Jahr zu Jahr ändern.

Die nachgewiesenen Ressourcen verzeichneten im vergangenen Jahr einen Gesamtzuwachs von 142 Millionen Normkubikmetern Öläquivalent (Sm³ o.e.), was knapp 900 Millionen Barrel Öläquivalent entspricht. 65 Prozent der Erhöhung entfallen auf Gas. Auch der Zuwachs der Reserven, also wie viel der Ressourcen zur Produktion gebracht werden sollen, entwickelte sich positiv – insbesondere bei Gas. Der Zuwachs betrug 165 Millionen Standardkubimeter Öläquivalent im Vergleich zum Jahresabschluss 2020.

Hintergrund der Entwicklung ist die Tatsache, dass im Jahr 2021 mehr Entwicklungspläne (PDOs) eingereicht wurden als im Vorjahr. Auch die Reserven in den Feldern stiegen, teilweise aufgrund der Erwartung längerer Betriebszeiten auf mehreren Feldern.

Laut NPD bliebt die Gesamtschätzung für unentdeckte Öl- und Gasressourcen praktisch unverändert, neue Informationen haben jedoch zu Änderungen hinsichtlich der Verteilung der unentdeckten Ressourcen geführt. Die flüssigen Ressourcen in der Norwegischen See haben zugenommen, während sowohl die Gas- als auch die flüssigen Ressourcen in der südlichen Barentssee zurückgegangen sind.
Die Schätzung für die insgesamt unentdeckten Ressourcen ist nahezu unverändert.

Das Norwegian Petroleum Direktorat schätzt unentdeckte Ressourcen sowohl in Gebieten, die für Erdölaktivitäten geöffnet sind, als auch in Gebieten, die noch nicht erschlossen wurden. Diese Schätzungen enthalten die Erdölmengen, von denen NPD davon ausgeht, dass sie aus Lagerstätten gefördert werden könnten, die noch durch Bohrungen nachgewiesen werden müssen.

Lesen Sie hier die Ressourcenkonten 2021 für den norwegischen Festlandsockel.

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