Norwegen will grüner Industriegigant werden

Premierminister Jonas Gahr Støre, Handels- und Industrieminister Jan Christian Vestre (l.) und Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum (r.) kündigen eine Roadmap zur Realisierung von Großprojekten an.© Yngve Angvik, Ministerium für Handel und Industrie

Oslo, 28. Januar 2022. Durch einen grünen Industrieschub will Norwegen Arbeitsplätze schaffen, die Exporte steigern und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beitragen. Im Frühjahr 2022 will die Regierung eine Roadmap zur Realisierung von Großprojekten in den Bereichen Wasserstoff, Offshore-Windenergie, CO2-Management, Batterien, Forst- und Holzwirtschaft und anderen grünen Projekten in der Industrie auf dem Festland vorlegen. Das kündigten Premierminister Jonas Gahr Støre, Handels- und Industrieminister Jan Christian Vestre und Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum gemeinsam an. Industrieminister Vestre hat die Gesamtverantwortung für die Arbeit an der Roadmap.

„Wir müssen groß denken, schnell anfangen und das tun, was am effektivsten ist. Wir haben die weltbesten Facharbeiter, Ingenieure und Zulieferindustrie. Mit diesem Fachwissen und dem Zugang zu sauberer Energie haben wir großartige Chancen, ein grüner Industrieriese zu werden. Wir bereiten jetzt den Weg dafür, wie der Staat in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft neue, grüne Industrieprojekte vorantreiben wird. Es geht darum, den Worten Taten folgen zu lassen und einen offensiven, nationalen Plan aufzustellen“, sagt Vestre.

Norwegen habe große Möglichkeiten, in den kommenden Jahren Werte zu schaffen. Das Land habe eine starke Industrie, die sich im Wettbewerb mit anderen Ländern gut behauptet. Ziel der Regierung sei es, dass Norwegen auch in Zukunft eine treibende Kraft der grünen Industrie bleibt, erklärte Ministerpräsident Støre.

Wie Finanzminister Vedum erklärt, sei der Staat bereit, die gesamte Toolbox zu nutzen, um zu neuen Arbeitsplätzen im ganzen Land zu schaffen. Der Plan werde dazu beitragen, Norwegen zu einem attraktiveren Land für Investitionen zu machen. Ziel sei es, möglichst viel privates Kapital für einen grünen Industrieschub zu mobilisieren.

Rahmenbedingungen und Instrumente für einen grünen Industrieschub seien derzeit in verschiedenen Ministerien verstreut, heißt es in einer Mitteilung der Regierung. Unter Federführung des Ministeriums für Handel und Industrie sollen daher ministerienübergreifend gute Kooperationsstrukturen aufgebaut werden. Teil der Arbeit werde eine Reihe von thematischen Treffen zum grünen Industrieschub unter der Leitung des Premierministers sein, an denen unter anderem Wirtschaftsakteure und der Forschungssektor teilnehmen.

Das Ministerium für Handel und Industrie will auch Arbeitsgruppen einrichten, in denen Vertreter verschiedener Bereiche Erfahrungen, Themen und Maßnahmen identifizieren sollen, um eine fachliche branchenspezifische Grundlage für die Regierungsarbeit aufzubereiten.

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