Leitzins bleibt in Norwegen unverändert bei 0,5 Prozent


Oslo, 20. Januar 2022. Der Ausschuss für Geldpolitik und Finanzstabilität der norwegischen Zentralbank Norges Bank belässt den Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent. Gouverneur Øystein Olsen stellte eine Erhöhung, basierend auf der aktuellen Einschätzung des Ausschusses zu den Aussichten und dem Risikoausgleich, für März in Aussicht.

Der Aufschwung der norwegischen Wirtschaft habe sich im Herbst fortgesetzt, teilt Norges Bank mit. In letzter Zeit hätten höhere Infektionsraten und umfangreiche Eindämmungsmaßnahmen die Aktivität gebremst. Die Arbeitslosigkeit sei leicht gestiegen, scheine aber niedriger zu bleiben als im Monetary Policy Report 4/21 prognostiziert. Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen würden voraussichtlich zu einem anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung beitragen. Höhere Strompreise hätten zu einer hohen Verbraucherpreisinflation geführt. Die zugrunde liegende Inflation sei stärker als erwartet gestiegen und liege nun nahe am Inflationsziel.

Die Geldpolitik sei expansiv. Nach Einschätzung des Ausschusses lege das Ziel, die Inflation um das etwas weiter entfernte Ziel herum zu stabilisieren, nahe, dass der Leitzins auf ein normaleres Niveau angehoben werden sollte. Eine allmähliche Normalisierung des Leitzinses stehe im Einklang mit einer anhaltend hohen Beschäftigung. Höhere Zinsen wüerden auch dazu beitragen, einem Aufbau finanzieller Ungleichgewichte entgegenzuwirken.

In seiner Erörterung der Risikoabwägung stellte der Ausschuss fest, dass die Omicron-Variante zwar weniger virulent zu sein scheint als die Delta-Variante, dass jedoch nach wie vor Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Pandemie besteht. Der Ausschuss war auch besorgt über das Risiko eines potenziellen Anstiegs der inländischen Preis- und Lohninflation aufgrund von Kapazitätsengpässen und anhaltendem globalen Preisdruck.

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