NIBIO veröffentlicht Übersicht über Entwicklung der norwegischen Landwirtschaft

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Oslo, 17. Januar 2022. Das Norwegische Institut für Bioökonomie NIBIO hat eine neue Ausgabe der Publikation „Utsyn over norsk landbruk (Blick auf die norwegische Landwirtschaft)“ veröffentlicht. Das Buch bietet einen breiten Überblick über den Zustand und die Entwicklungstrends der norwegischen Landwirtschaft.

1990 gab es in Norwegen fast 100.000 landwirtschaftliche Betriebe, vier Lebensmittelkonzerne verkauften 46 Prozent der Lebensmittel, und das Land hatte 84 Fleischschlachthöfe. 2020 existierten nur noch 40.000 landwirtschaftliche Betriebe, drei Lebensmittelkonzerne verkauften knapp 96 Prozent der Lebensmittel, und die Zahl der Schlachthöfe betrug 35.

Tendenziell wird die Produktion auf weniger Einheiten konzentriert, ohne dass die Gesamtproduktionsmenge zurückgeht. Ein weiteres Merkmal der Entwicklung ist der starke Rückgang der Zahl landwirtschaftlichen Betriebe mit Viehhaltung.

1999 wurden in der norwegischen Landwirtschaft 79.900 Mannjahre geleistet. 2020 waren es 42.900.

1999 betrug die durchschnittliche landwirtschaftliche Fläche pro Betriebseinheit 147 Hektar, 2020 waren es 256.

1999 waren 32 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Pachtland. 2020 betrug dieser Anteil 46 Prozent. Mietgrundstücke haben in der Nachkriegszeit zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Von den 2.792.400 Beschäftigen in Norwegen arbeiteten 2018 45.200 Personen in der Landwirtschaft und 49.500 Personen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Trøndelag war 2018 der größte Landwirtschaftsbezirk, sowohl gemessen am Bruttoprodukt (knapp 3,0 Milliarden NOK) als auch an der Zahl der Beschäftigung (6.900). Der Landkreis ist auch der größte Standort für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit einem Bruttoprodukt von 6,8 Milliarden NOK und einer Beschäftigung von 6.100 Mitarbeitern.

In den 1990er Jahren erlebte der Lebensmittelhandel in Norwegen große Veränderungen. 1990 erwirtschafteten vier Gruppen ca. 46 Prozent des Lebensmittelumsatzes. 2015 hatten sie bereits 96 Prozent unter Kontrolle. Nach der Übernahme von ICA Norge durch Coop Norge im Jahr 2014 sind die drei großen Lebensmittelketten nun Coop Norge, REMA 1000 Norge und NorgesGruppen.

2020 wurden 10,2 Millionen Kubikmeter Holz an die Forstwirtschaft geliefert. Etwa 34 Prozent des Holzes wurden exportiert.

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