Rekordjahr für norwegische Gasexporte

Oslo, 13. Januar 2021. Der Gasabsatz aus Norwegen, gemessen am Exportwert, erreichte 2021 aufgrund der hohen Gaspreise einen neuen Rekord. Die 2021 gelieferte Gasmenge war die dritthöchste Jahreslieferung aller Zeiten.
Norwegisches Gas spielt eine immer wichtigere Rolle in der europäischen Energieversorgung. Die Lieferungen aus dem Norden decken rund ein Viertel des europäischen Energieverbrauchs. Gasleitungen des norwegischen Netzbetreiber Gassco gibt es zwischen Norwegen und Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden.

Insgesamt lieferte Gassco im Jahr 2021 113,2 Milliarden Kubikmeter (BCM) über das Pipelinenetz, sechs BCM mehr als im Vorjahr. „Das Jahr 2021 war geprägt von einer hohen Aktivität und einer Vielzahl von Anfragen zur Bewertung neuer Anbindungen an das Netzsystem“, berichtet Frode Leversund, CEO von Gassco. „Das zeigt uns mit aller Deutlichkeit, wie groß der Bedarf an Erdgas in Europa ist und welche Bedeutung dieser Rohstoff als zuverlässiger Energieträger auf dem Weg zu emissionsfreien Alternativen hat.“

Die Verfügbarkeit beziehungsweise die Fähigkeit, vertragliche Lieferfristen einzuhalten, lag 2021 bei 99,7 Prozent.

„Um gerade in einem Pandemiejahr auf diesem Niveau liefern zu können, sind wir auf eine gute Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette angewiesen“, sagt Leversund. „Mehr als 60 Felder auf der NCS produzieren Gas, und die Jahresergebnisse für 2021 zeigen, dass alle Akteure in der Gaswertschöpfungskette auf beeindruckende Weise geliefert haben.“

2022 soll das Pipelinenetz weiter optimiert werden, um eine Erhöhung der Lieferkapazität sowohl im Jahr 2022 als auch in den Folgejahren zu sichern. Der Pipeline-Betreiber erwartet auch für dieses Jahr eine hohe Aktivität, sowohl rund um neue Projekte als auch in Bezug auf die Gasnachfrage. So wird Gassco unter anderem einen neuen Abgabepunkt im Transportsystem eröffnen, der die Lieferung von norwegischem Gas an den polnischen Markt ermöglicht. „Der Zugang zu norwegischem Gas könnte Polen helfen, die CO2-Emissionen um 70 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren – vorausgesetzt, Lieferungen aus Norwegen ersetzen die Kohleverstromung“, sagt Leversund.

Im Jahr 2021 begann Gassco außerdem damit, das Transportnetz an den zukünftigen Energiebedarf anzupassen. Dazu gehörte auch die Untersuchung von Möglichkeiten, die Gasinfrastruktur für den Transport von Wasserstoff und CO2 zu nutzen.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

CCUS braucht Regulierung, Infrastruktur und First Movers