Extremwetter Gyda in Norwegen: Warnung vor Lawinen, Erdrutschen und Überschwemmungen

Für das Extremwetter „Gyda“, das gerade über Norwegen zieht, hat die norwegische Direktion für Wasserressourcen und Energie NVE mehrere Gefahrenwarnungen auf roter und oranger Ebene für Überschwemmungen (Flom), Erdrutsche (Jordskred) und Lawinen (Snøskred) ausgegeben.©Varsom.no

Oslo, 12. Januar 2021. Die norwegische Direktion für Wasserressourcen und Energie NVE hat für Nordland, Mittelnorwegen und Südnorwegen eine Warnung vor Lawinen, Erdrutschen und Überschwemmungen ausgegeben. Starker Regen, mildes Wetter und Wind würden am Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine große Gefahr von Lawinen, Erdrutschen, Überschwemmungen, Eisbergen und Erdrutschen darstellen, teilt die Behörde mit. Auf der Website varsom.no kann die aktuelle Situation verfolgt werden.

In vielen Flüssen gibt es Hochwasser, und für den aktuellen Tag wird mit mehr Niederschlag gerechnet. Der Wasserfluss bei Krinsvatn auf Fosen und Surna in Surnadal ist besonders groß, wo der Wasserfluss jetzt auf einem roten Niveau liegt. In einer Reihe von Flüssen gibt es mit Stand vom 13. Januar immer noch einen steigenden Wasserpegel.

Der Höhepunkt der Wasserstände wird für den am späten Donnerstag oder frühen Freitagmorgen erwartet. Die Höhe hänge sowohl vom Niederschlag als auch von der zukünftigen Lufttemperatur ab. „Wir raten jedem, sich von steilem Gelände, Bächen und Flüssen mit großem Wasserdurchfluss fernzuhalten“, sagt die diensthabende Hydrologin Anne Ellekjær Stavang.

In den am stärksten gefährdeten Gebieten besteht auch heute noch eine sehr große Gefahr von Erdrutschen, Schlammlawinen und Überschwemmungen. In der ersten Tageshälfte nach der Periode mit viel Regen und Schneeschmelze werden noch weitere Erdrutsche erwartet. 

Die Gefahr von Erdrutschen, Schneematsch und Überschwemmungs-Erdrutschen soll am Freitag leicht zurückgehen. Am Freitag erwarten die Behörde für Trøndelag, Møre og Romsdal, Vestland und Rogaland Erdrutschgefahr auf orangem Niveau. Nach einem großen Hochwasserereignis besteht die Gefahr lokaler Erdrutsche entlang von Wasserläufen in den Überschwemmungsgebieten, bis sich der Wasserstand wieder normalisiert hat.

Die Lawinensituation ist nach wie vor herausfordernd und im ganzen Land besteht eine große und erhebliche Lawinengefahr.

„Wenn es kälter wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit von nassen Lawinen, aber bei starkem Wind und viel Niederschlag wie Schnee in den Bergen besteht weiterhin die Gefahr, dass sich große Lawinen von selbst lösen können“, sagt Solveig Kosberg, zuständig für die Lawinenwarnungen bei NVE.

Die Warnung vor großer Lawinengefahr wird für Trøndelag, Nordland und Teile von Spitzbergen am Freitag aufrechterhalten, während im Rest des Landes generell eine erhebliche Lawinengefahr besteht.

Am frühen Mittwochmorgen, 12. Januar, hat das Expeditionsschiff »Fridtjof Nansen« in der Nähe des norwegischen Hafens Måløy Grund berührt. Dies bestätigte die Reederei Hurtigruten gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. In der Region habe schlechtes Wetter mit starkem Wind geherrscht. An Bord hätten sich 233 Gäste und 165 Crew-Mitglieder befunden, zu Schaden gekommen sei niemand. Durch den Vorfall seien das Antriebssystem und der Rumpf der »Fridtjof Nansen« beschädigt worden, hieß es von Hurtigruten. 

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Löschdecke für Elektroautos: Feuerwehren in Schleswig-Holstein nutzen norwegische Lösung