Norwegischer Düngemittelkonzern Yara stoppt Kali-Beschaffung in Belarus

Die Kalilagerstätte Starobinskoje ist die Rohstoffbasis von Belaruskali OJSC und gilt als eine der größten Lagerstätten der Welt. 
Die Hauptproduktion von Belaruskali befindet sich in Soligorsk und Petrikov und umfasst sieben Bergwerke und fünf Verarbeitungsbetriebe. Das Unternehmen ist einer der größten Hersteller und Exporteur von Kali-Mineraldüngemitteln.©Belaruskali

Oslo, 10. Januar 2022. Der norwegische Düngemittelkonzern Yara International ASA wird künftig kein Kali mehr aus Belarus beziehen. Wie das Unternehmen mitteilt, hätten die Auswirkungen der aktuellen Sanktionen gegen Belarus auf die Lieferkette Yara dazu gezwungen, die Beschaffung von Kali, einem wichtigen Bestandteil für die Produktion von Mineraldüngern für die Lebensmittelproduktion, einzustellen. Zwar würde der Kauf von Kali aus dem Unternehmen Belaruskali OJSC nicht gegen die geltenden Sanktionen verstoßen, allerdings würden andere Akteure der Lieferkette wesentliche Dienstleistungen, die für den Kaliexport aus Belarus notwendig sind, nicht mehr anbieten. Ab dem 1. April 2022 werde Yara daher kein Kali mehr in Belarus einkaufen.

„Die Auswirkungen der aktuellen Sanktionen gegen Weißrussland verringern die Fähigkeit von Yara, die Sicherheit und das Wohlergehen der Arbeiter von Belaruskali positiv zu beeinflussen. Für Yara ist dies eine enttäuschende Entwicklung. Wir setzen uns weiterhin stark für die Sicherheit und das Wohlergehen der Arbeitnehmer von Belaruskali ein. Trotz der Einstellung der Kalibeschaffung strebt Yara an, das 2021 eingeleitete Arbeitssicherheitsprogramm in enger Zusammenarbeit mit der unabhängigen Gewerkschaft in Belaruskali und unter vollständiger Einhaltung der geltenden Sanktionen fortzusetzen“, sagt Svein Tore Holsether, Präsident und CEO von Yara International.

Durch den regelmäßigen Dialog mit dem Management und den Gewerkschaften von Belaruskali, der Umsetzung eines gemeinsamen Sicherheitsprogramms in Soligorsk, Beobachtungen aus erster Hand, der Entsendung eines Sicherheitsdirektors von Yara und mehreren anderen Besuchen in Soligorsk habe Yara den Grundstein für nachhaltige Verbesserungen der Situation der Arbeiter von Belaruskali gelegt. Obwohl die Stärkung einer Unternehmenssicherheitskultur ein langfristiger Prozess ist, habe Yara im Jahr 2021 bereits in mehreren Bereichen deutliche Verbesserungen verzeichnen können, zum Beispiel im Bereich Maschinenschutz, Gewerkschaftsbeteiligung und risikobasierte Bewertungen der sicheren Arbeit. Es sei das Ziel von Yara, diese Arbeit trotz der Einstellung der Beschaffungsaktivitäten fortzusetzen.

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