Fakten zu Weihnachten in Norwegen

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Oslo, 24. Dezember 2021. Auch in diesem Jahr hat das norwegische Statistikamt SSB Fakten über Weihnachten zusammengetragen. Die wohl auffälligste Entwicklung: Es werden immer weniger Weihnachtsbäume importiert. 2020 stammten 283.110 Weihnachtsbäume aus dem Ausland, im vergangenen Jahr waren es nur 241.301, 28,9 Prozent weniger. Inzwischen stammen fast alle importierten Bäume aus Dänemark. Auch der Export ging zurück, und zwar um 98,3 Prozent. Lediglich 983 Juletrær wurden ins Ausland geliefert – und zwar fast ausschließlich nach Russland.

Die Zahl der Rentiere, die der Weihnachtsmann vor seinen Schlitten spannen kann, geht ebenfalls zurück. Zum Jahreswechsel 2018/2019 gab es 215.144 Rentiere in Norwegen, zum Jahreswechsel 2009/2010 waren es noch 254.384 Rentiere in Norwegen.

Auch den Weihnachtsgottesdienst besuchten im vergangenen Jahr 78,3 Prozent weniger Norweger als noch vor zehn Jahren. Dafür wuchs der Import von Apfelsinen und Mandarinen auf 31.981 Tonnen, 9, 5 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Weihnachtsdekoration und Weihnachtsbaum-Beleuchtung werden seit 2018 weniger eingeführt. Der Import von Haselnüssen und Walnüssen geht kontinuierlich zurück. Auch Feuerwerk ist nicht mehr in dem Maße angesagt wie das noch in den vergangenen Jahren der Fall war. 2018 wurden noch über 62 Millionen Raketen und andere Utensilien, importiert, im vergangenen Jahr waren es gerade 35 Millionen Feuerwerkspakete.

Handys. Lautsprecher und Smartwatches sind nach wie vor beliebte Geschenke. Fast zwei Jahre nach der Beginn der Pandemie sind es die sportlichen Geschenke, die in der Importstatistik auffallen. Skifahren und Snowboarden haben seit letztem Jahr einen enormen Aufschwung erlebt.

Obwohl elektronische und digitale Pakete noch ganz oben auf der Wunschliste (oder zumindest der Importliste) zu stehen scheinen, scheint der Sportsgeist wieder lebendig geworden zu sein. Nach mehreren Jahren des Rückgangs wurden in diesem Jahr 63 Prozent mehr Alpinski importiert als im Vorjahr. Insgesamt wurden in den letzten drei Monaten über 83.000 Alpinski importiert, was (aus mehreren Gründen) auf mehr Menschen auf der Piste als beim Après-Ski hindeuten könnte.

Auch der Trend zum Skifahren scheint auf dem Vormarsch zu sein. Vielleicht haben immer mehr Norweger genug von Quarantäne und Isolation. Mehr als 75.000 Langlauf-, Wander-, Telemark- und Bergski wurden in den letzten drei Monaten vor Weihnachten dieses Jahres importiert, 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Obwohl Snowboarden mit 9.673 Stück zu diesen Wintersportgeräten mit den wenigsten Importen gehört, ist dies immer noch ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vielleicht ist dies das Jahr, um etwas Neues auf der Piste auszuprobieren?

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