Milliardenförderung für Wasserstoffprojekte in Norwegen

In Europas einziger Schmelze für Titandioxid in Tyssedal untersucht TiZir, wie bei der Herstellung von Titandioxid Kohle durch grünen Wasserstoff ersetzt werden kann. Foto: TiZir Tyssedal

Oslo, 17. Dezember 2021. Die norwegische Förderagentur Enova unterstützt drei große Wasserstoffprojekte mit insgesamt einer Milliarde NOK. Die Zuwendungen seien ein bedeutender Schritt nach vorn für norwegische Wasserstoffinvestitionen, teilt die Regierung mit.

„Norwegen ist eine Energienation mit guten Voraussetzungen, um auf einem Wasserstoffmarkt erfolgreich zu sein. Dies sind drei wichtige Projekte, die dazu beitragen werden, Emissionen in mehreren Bereichen der Gesellschaft zu reduzieren und gleichzeitig die Wertschöpfung und Beschäftigung in der norwegischen Wirtschaft und Industrie zu steigern,“ sagt Premierminister Jonas Gahr Støre.

Im Jahr 2050 wird Norwegen eine emissionsarme Gesellschaft sein, und auf dem Weg dorthin werden wir die Emissionen bis 2030 um mindestens 50 und bis zu 55 Prozent reduzieren. Auf der Hurdal-Plattform hat die Regierung erklärt, dass sie beim Aufbau eines kohärenten Wertschöpfungskette im Wasserstoff, in der Produktion, Vertrieb und Nutzung parallel entwickelt werden.

Unter anderem über Enova wird sich der Staat beteiligen und innovativen, risikobereiten Akteuren helfen, eine klimafreundlichere Industrie zu entwickeln.

Die drei Projekte, die jetzt unterstützt werden, sind:

  1. In Europas einziger Schmelze für Titandioxid in Tyssedal untersucht TiZir , wie bei der Herstellung von Titandioxid Kohle durch grünen Wasserstoff ersetzt werden kann. Wenn das Projekt erfolgreich ist, kann die Technologie nicht nur in Norwegen, sondern auch international in vollem Umfang eingesetzt werden und zu signifikanten Emissionsreduktionen beitragen.
  2. Horizont Energi wird zusammen mit Equinor und Vår Energi die erste Großanlage zur emissionsarmen Ammoniakproduktion in Europa bauen. Die Produktionsanlage Barents Blue Ammonia Plant wird auf Markoppneset in Finnmark, 43 Kilometer von Hammerfest entfernt, errichtet. Hier verbindet sich der Zugang zu Gas mit der Erfahrung in der Abscheidung und Speicherung von CO2. Ammoniak kann in mehreren Sektoren ein wichtiger und grüner Energieträger werden, insbesondere im Seeverkehr und in der Prozessindustrie.
  3. Yara ist weltweit führend bei der Produktion von Düngemitteln und will Teile des heutigen grauen Wasserstoffs durch Elektrolyse hergestellten Wasserstoff ersetzen. Dies allein werde zu Emissionsreduktionen beitragen und das Wissen und die Erfahrung liefern, die für die Produktion von Gründüngung und Ammoniak im großen Maßstab erforderlich sind, teilt die Regierung mit.

Internationale Projekte

Diese drei Projekte haben eine klare internationale Dimension. Zwei der Projekte stehen im Zusammenhang mit der IPCEI-Kollaboration (Important Project of Common European Interest) der EU für Wasserstoff, die norwegische Initiativen mit anderen in Europa verbindet.

„Europa ist ein potenzieller Markt sowohl für norwegischen Wasserstoff als auch für Wasserstofftechnologie. Wir sind daher daran interessiert, norwegische Projekte an die europäischen Investitionen zu koppeln“, sagt Ministerin für Erdöl und Energie Marte Mjøs Persen.

Durch diese Zusammenarbeit hat das Projekt von TiZir Kontakt zu mehreren europäischen Unternehmen hergestellt, die stark von der Verfolgung des Projekts profitieren werden. Stahlproduzenten können beispielsweise die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt nutzen, um Emissionen in ihren Prozessen zu reduzieren.

Horizon Energy wird den anderen Teilnehmern der IPCEI-Kooperation und dem europäischen Markt im Allgemeinen große Mengen an emissionsarmem Ammoniak beisteuern können, während Yara den ersten Schritt unternehmen wird, um Gründüngung und Ammoniak auf dem internationalen Markt anzubieten.

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