Norwegen, EU und Vereinigtes Königreich einigen sich auf Quotenabkommen für 2022

Oslo, 10. Dezember 2021. Norwegen, die EU und das Vereinigte Königreich haben ein Fischereiabkommen für 2022 ausgehandelt. Am 10. Dezember wurde das dreiseitige Abkommen über die Bewirtschaftung der gemeinsamen Bestände in der Nordsee unterzeichnet.

„Die nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände in der Nordsee hängt davon ab, dass Norwegen, die EU und das Vereinigte Königreich sich auf Gesamtquoten einigen. Dieses Abkommen legt den Grundstein für die bilateralen Abkommen, und ich freue mich sehr, dass wir jetzt eine Einigung erzielt haben“, sagt Bjørnar Skjæran, Minister für Fischerei und maritime Angelegenheiten.

Die Quote für Nordseehering beträgt 427.628 Tonnen, wovon Norwegen 124.012 Tonnen zustehen. Die Gesamtquote hat sich gegenüber diesem Jahr um 20 Prozent erhöht.

Die Seelachsquote beträgt 44.950 Tonnen, wovon die norwegische Quote 23.374 Tonnen erhält. Damit wurde die Gesamtquote für Seelachs um 24 Prozent reduziert.

Die Kabeljauquote wurde auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2021 festgesetzt und beträgt 13.246 Tonnen, während die norwegische Quote 2.252 Tonnen vor dem Verkauf beträgt. Damit wird die Kabeljauquote auch im Jahr 2022 auf einem Rekordtief bleiben.

Die drei Parteien werden auch die geschlossenen Laichgebiete Anfang 2022 fortsetzen. Darüber hinaus wird Norwegen im Jahr 2022 im Rahmen des Wiederaufbaus des Bestands Felder in der norwegischen Zone zum Schutz von kleinen Kabeljauen schließen.

„Ich verstehe, dass 2022 ein neues, anspruchsvolles Jahr für norwegische Fischer sein wird, aber es ist leider notwendig, sich um den Kabeljaubestand in der Nordsee zu kümmern“, erklärt Skjæran.

Norwegen hat zusätzlich zum Nachbarschaftsabkommen mit der EU zu Schweden bilaterale Quotenabkommen mit der EU über die Nordsee, Skagerrak, unterzeichnet. Dies bedeutet, dass Norwegen sich mit der EU über den Zugang zur Fischerei in den jeweils anderen Zonen und den Quotenaustausch verständigt.

Der Austausch mit der EU habe eine lange Tradition, sei nun aber anspruchsvoll, da ein Großteil dessen, was Norwegen im Austausch mit der EU erhalten hat, in der britischen Zone gefischt wurde. Obwohl sich seit dem Brexit viel geändert habe, sei es für Norwegen wichtig, diese Vereinbarungen in Kraft zu setzen. Nicht zuletzt für norwegische Fischer, damit der Fischfang am 1. Januar dort beginnen kann, wo es nötig ist, so der Minister weiter.

Anhänge

Vereinbartes Protokoll der Fischereikonsultationen zwischen der Europäischen Union, Norwegen und dem Vereinigten Königreich für 2022 [PDF]


Vereinbartes Protokoll der Fischereikonsultationen zwischen der Europäischen Union und Norwegen für 202 2 [PDF]


Vereinbartes Protokoll der Schlussfolgerungen der Fischereikonsultationen zwischen Norwegen und der Europäischen Union zur Regulierung der Fischerei in Skagerak und Kattegat für 2022 [PDF]


Protokoll über Fischereikonsultationen zwischen Norwegen und der Europäischen Union im Namen Schwedens für 2022 [PDF]

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Deutsch-norwegische Beziehungen im Fast-Track-Modus