Horisont Energi, Equinor und Vår Energi vereinbaren Zusammenarbeit beim CCS-Projekt Polaris

Mit dem Projekt Polaris soll vor der Küste Nordnorwegens ein CO2-Speicher mit einer Kapazität von 100 Millionen Tonnen entstehen.©Horisont Energie


Sandnes, 10. Dezember 2021. Die norwegischen Unternehmen Horisont Energi AS, Equinor ASA und Vår Energi AS haben eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Projektes Polaris vereinbart, das den Transport und die Speicherung von Kohlendioxid vor der Küste Nordnorwegens vorantreibt. Equinor wird der Betreiber des Projekts sein. Es ist das zweite CO2-Speicher auf dem norwegischen Schelf. Hier soll das Kohlendioxid gelagert werden, dass in der Finmark bei der geplanten Produktion von Ammoniak abgefangen werden soll.

Im März dieses Jahres hatten Baker Hughes und das norwegische Tech-Start-up Horisont Energi AS ein Memorandum of Understanding (MoU) zum Bau des Kohlenstoffspeichers Polaris unterzeichnet. 

Horisont Energi, Equinor und Vår Energi arbeiten gemeinsam an der Entwicklung des Polaris-Kohlenstoffspeichers, der eine Gesamtkapazität von mehr als 100 Millionen Tonnen Kohlenstoff aufweisen soll. Dies entspricht dem Doppelten der jährlichen Treibhausgasemissionen Norwegens. Der Offshore-Kohlenstoffspeicher sei ein wichtiger Bestandteil des geplanten Barents-Blue-Projekts in Finnmark, das Europas erste CO2-neutrale Ammoniakproduktionsanlage im Weltmaßstab sein werde, teilt Horisont Energi mit. Vår Energi, Equinor und Horisont Energi haben im September 2021 eine Kooperationsvereinbarung für das Werk Barents Blue geschlossen.

Barents Blue soll über eine Produktionskapazität von 3.000 Tonnen Ammoniak pro Tag verfügen und damit eine der größten Ammoniakanlagen der Welt sein. In einer ersten Phase wird die Anlage Erdgas aus der Region Barents South in CO2-neutrales blaues Ammoniak (99 Prozent CO2-Abscheidungsrate) umwandeln, einen leicht transportierbaren Wasserstoffträger, der direkt als Ammoniak verwendet werden soll, aber auch am Bestimmungsort wieder in Wasserstoff umgewandelt werden kann.

Derzeit befindet sich das Projekt in der Konzeptphase, eine Investitionsentscheidung für Polaris und das Barents Blue-Projekt wird gegen Jahresende 2022 erwartet.

„Als einer der größten Offshore-Betreiber in der Barentssee-Region freue ich mich sehr, dass Vår Energi sich für eine Partnerschaft mit uns und Equinor beim Polaris-Projekt entschieden hat. Polaris hat das Potenzial, Norwegens Position als führende Nation bei der kosteneffektiven CCS-Technologie auszubauen, die für die Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens unerlässlich ist. Indem wir CO₂ bei der Produktion von Ammoniak abfangen und sicher unter dem Meeresboden sequestrieren, eröffnen wir einen neuen und klimafreundlichen Markt für die großen Erdgasmengen, die aus den bestehenden Feldern in der Barentssee stammen“, sagt Bjørgulf Haukelidsæter Eidesen, CEO von Horisont Energie.

CCS umfasst die Erfassung von Emissionen aus Kraftwerken und anderen industriellen Quellen oder direkt aus industriellen Prozessen wie in der Ammoniakanlage Barents Blue. Das Kohlendioxid wird dann verflüssigt und offshore transportiert, wo es in den unterirdischen Speicher gepumpt wird.

Horisont Energi ist ein norwegisches Unternehmen, das saubere Energie sowie Dienstleistungen für den Transport und die Speicherung von CO2 anbietet. Das Unternehmen wandelt Gas, Wasser und erneuerbare Energie in kostenführendes sauberes Ammoniak und Wasserstoff um und bietet CO2-Transport- und -Speicherlösungen mit proprietärer Technologie an, um den Weg für eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu ebnen. Das Unternehmen wurde 2019 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Sandnes, Norwegen.

Vår Energi befindet sich im gemeinsamen Besitz von Eni S.p.A und HitecVision, hat seinen Hauptsitz in Sandnes und Niederlassungen in Hammerfest und Oslo.

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