Infosys verlagert Daimler-Daten in Lefdal Mine Datacenter an den Nordfjord in Norwegen

Mit dem „Data Center as a Service“ (DCaaS)-Angebot von Infosys will Daimler künftig eine grüne Infrastruktur nutzen. Infosys verwaltet die gesamten IT-Infrastruktur, das Lefdal Mine Datacenter stellt die Anlage zur Verfügung.©Lefdal Mine Datacenter

Stuttgart, 3. Dezember 2021. Infosys, einer der weltweit führenden Anbieter von digitalen Services und Beratungsdienstleistungen, verlagert die High Performance Computing (HPC)-Workloads von Daimler in das Lefdal Mine Datacenter in Norwegen. Daimler nutzt die HPC-Workloads hauptsächlich für die Entwicklung von Fahrzeugen und automatisierten Fahrtechnologien. Das Rechenzentrum, das am Nordfjord in einem alten Bergwerk untergebracht ist, gehört zu den umweltfreundlichsten Rechenzentren weltweit.

Aktuell entfällt etwa ein Prozent des gesamten weltweiten Energieverbrauchs auf den Betrieb von Rechenzentren – und die Nachfrage nach entsprechenden Services wird bis 2022 voraussichtlich um 60 Prozent steigen. Ein Grund: Um sich auch künftig im Wettbewerb der Mobilitätsbranche zu behaupten, kommen bei Automobilherstellern für die Ausführung komplexer Algorithmen verstärkt Engineering- sowie weitere Hochleistungs-Workloads zum Einsatz – diese sind beispielsweise für die Simulation von Sensoren und Fahrten für autonome Fahrzeuge erforderlich. Ebensolche Workloads sind jedoch extrem energieaufwändig und tragen weltweit erheblich zur CO2-Bilanz von Unternehmen bei.

Infosys und Daimler unterhalten bereits seit Längerem eine strategische Partnerschaft, die nun erweitert wird. Im Rahmen der Kooperation unterstützt Infosys Daimler bei der Transformation der IT-Infrastruktur und treibt Hybrid Cloud-basierte Innovationen voran. Mit dem „Data Center as a Service“ (DCaaS)-Angebot werde Daimler künftig seine HPC-Workloads auf eine grüne Infrastruktur verlagern, teilt Infosys mit. Infosys ist dabei für die Verwaltung der gesamten IT-Infrastruktur zuständig, während das Lefdal Mine Datacenter wiederum die Anlage bereitstellt.

Das Rechenzentrum befindet sich in einem Bergwerk neben einem tiefen, kalten Fjord mit einer stabilen und niedrigen Temperatur für eine effektive Kühlung. Im Vergleich zu luftgekühlten Rechenzentren wird das Lefdal Mine Datacenter nicht durch warme Tage beeinträchtigt und benötigt keine Verdunstungssysteme für die Kühlung – auf diese Weise verbraucht das Rechenzentrum effektiv kaum Wasser. Die Effektivität des Stromverbrauchs (Power Usage Effectiveness / PUE) des Systems liegt dabei je nach Konfiguration der unterbrechungsfreien Stromversorgung (Uninterruptible Power Supply / UPS) und Kapazitätsumfang zwischen den Werten 1,10 und 1,15. Dieses Rechenzentrum sei damit ein weltweit führender Standort für HPC-Umgebungen, heißt es in einer Pressemitteilung von Infosys.

„Ein beträchtlicher Anteil unseres IT-Energieverbrauchs entfällt auf unsere Rechenzentren. Denn diese benötigen viel Strom für die Datenverarbeitung und Kühlung. Aus diesem Grund verändern wir unsere Rechenzentren mit Unterstützung unseres Partners Infosys und verlagern insbesondere HPC-Workloads in eine energieeffiziente Lösung im Lefdal Mine Datacenter. Dank des kalten Wetters profitieren wir nicht nur von der natürlichen Kühlung, sondern nutzen auch zu 100 Prozent Ökostrom. Diese Initiative ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur Klimaneutralität“, erklärt Jan Brecht, Chief Information Officer, Daimler & Mercedes-Benz.

Gehen Sie hier auf Tour durch das Lefdal Mine Datacenter.

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