Norwegens Förderagentur Enova unterstützt Pilotprojekt der weltweit größten schwimmenden Windturbine

Konsortium erhält 124,2 Millionen Euro zum Bau und zur Installation des „OO-Star Wind Floater“©Aker Solutions AS

Trondheim, 24. November 2021. Das norwegische Unternehmen Aker Solutions AS wird zusammen mit Iberdrola, Olav Olsen und weiteren Unternehmen aus Norwegen, Spanien und Dänemark eine neue Lösung für schwimmende Plattformen für die Windkraft testen. Die Partner des Flagship-Projekts (FLOATING OFSHORE WIND OPTIMIZATION) wollen eine Pilotversion bauen, eine schwimmende Offshore-Windenergieanlage mit einer 10+ Megawatt-Turbine und einer halbtauchenden schwimmenden Betonstruktur, bekannt unter dem Namen „OO-Star Wind Floater“, die außerhalb von Karmøy installiert und getestet werden kann. Es wird die größte schwimmende Offshore-Windturbine der Welt. Das Projekt wird teilweise von der EU (Horizon 2020) gefördert. Jetzt hat auch die norwegische Umweltförderagentur Enova SF eine Unterstützung des Vorhabens in Höhe von 124,2 Millionen Euro zugesagt. Das Geld fließt bei Aker Solutions u.a. in die Entwicklung des Schwimmers selbst und in die Erstellung eines Konzepts für die Massenproduktion der Betonstrukturen im Chassis.

Der Pilot soll in einem Testgebiet außerhalb von Karmøy aufgestellt und per Kabel mit dem Land verbunden werden. Auf dem Schwimmerkonzept OO-Star von Olav Olsen werde eine Turbine mit einer Leistung von über 10 MW montiert, teilt Aker Solutions mit. Der Schwimmer könne in sehr flachen Gewässern hergestellt und bewegt werden. Während der Produktion und des Transfers sollen die Pontons mit Luft gefüllt werden, was bedeutet, dass sie nicht weiter als 6-8 Meter ins Wasser ragen. Durch die Betonbauweise könne das Chassis an vielen Orten der Welt mit lokalen Rohstoffen hergestellt werden. Dies gebe der Technologie ein größeres Verbreitungspotenzial.  


80 Prozent der Meerestiefen der Welt sind für bodenfeste Installationen nicht geeignet. Das Potenzial für schwimmenden Offshore-Wind sei daher groß, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Vorzeigeprojekt ist für Tiefen ab 60 Metern geeignet.

„Genau bei diesen Projekten müssen wir mehr darüber erfahren, wie der Bau von schwimmenden Offshore-Windanlagen kostengünstiger und effizienter gestaltet werden kann. Wenn es uns gelingt, die Kosten von schwimmendem Offshore-Wind zu senken, kann dies zu einer sehr wichtigen Industrieinvestition für Norwegen ausgebaut werden. Die Welt muss die Versorgung mit erneuerbarer Energie so schnell wie möglich aufbauen, damit wir aus fossilen Quellen aussteigen können. Gleichzeitig ist die verfügbare Landfläche begrenzt. Das Interesse an Offshore-Wind wächst daher vielerorts auf der Erde stark. Die norwegische Zulieferindustrie ist sehr gut aufgestellt, um in diesem schnell wachsenden Markt eine solide Position einzunehmen, da hier der Transferwert unserer Öl- und Gaskompetenz besonders hoch ist“, sagt Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide.

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