Oslo Metropolitan University erhält Norwegens ersten Quantencomputer

Die Projektgruppe bei OsloMet: Sølve Selstø, Sergiy Denysov, André Brodtkorb, Gustavo Mello, Pedro Lind und Laurence Habib vor dem Quantencomputer. ©Kari Anne Røysland.

Oslo, 22. November 2021. Die Oslo Metropolitan University (OsloMet) hat Norwegens erste Quantencomputer erhalten. Heidi Westbye Nyhus, Bezirksrätin für Bildung und Kompetenz, und Nina Waaler, Rektorin der OsloMet, stellten den Quantencomputer Spin Q, der auch Hugin genannt, am 18. November am Rande einer Fachtagung vor. Der Computer soll nicht nur Studenten und Wissenschaftler der Osloer Universität zur Verfügung stehen, sondern kann landesweit von Studenten und Forschern genutzt werden.

„Studierende und Forscher haben die einmalige Gelegenheit, Erfahrungen aus erster Hand mit dem Quantencomputer zu sammeln, und insbesondere mit diesem Noisy Intermediate Scale Quantum (NISQ)-Computer, der sich stark von den in den Lehrbüchern beschriebenen unterscheidet“, sagt Sergiy Denisov, außerordentlicher Professor an der der Philosophischen Fakultät Technik und Design. Er glaubt, dass die Nachfrage nach Programmierern, die sich mit Quantenprogrammierung auskennen, bereits groß ist und in den kommenden Jahren noch zunehmen wird. 

Am Rande einer Fachtagung präsentierten Heidi Westbye Nyhus, Bezirksrätin für Bildung und Kompetenz, und Nina Waaler, Rektorin der OsloMet, den neuen Quantencomputer.©Screenshot/OsloMet

„Wir haben allen Grund zu der Annahme, dass die Quantendatenverarbeitung in Zukunft in den Vordergrund rücken wird, und wir können die Chancen, die sich daraus für unsere Zukunft ergeben, nicht ignorieren. Unsere Studierenden sind damit bestens für den Arbeitsmarkt der Zukunft und all die spannenden Möglichkeiten gerüstet, die sich dort bieten“, erklärt Professor Sølve Selstø.

Ein Quantencomputer nutzt quantenphysikalische Effekte, um komplexe Probleme effizienter zu lösen. Anstatt auf klassischen Bits, 0 oder 1, basiert das Informationshandling auf sogenannten Qubits. Ein Qubit kann eine Mischung aus 0 und 1 sein. Setzt man mehrere Qubits zusammen, können diese so ineinander verschränkt werden, dass sie viel mehr Informationen darstellen als die entsprechende Anzahl klassischer Bits. Diese Eigenschaften in Kombination mit Techniken und Algorithmen wie der Amplitudenverstärkung verleihen Quantencomputern ihre einzigartige Rechenleistung.

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