COP 26: Norwegen beteiligt sich an internationaler Methaninitiative

Glasgow, 2. November 2021. Norwegen hat sich der Initiative angeschlossen, die weltweiten Methanemissionen bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Premierminister Jonas Gahr Støre nahm zusammen mit US-Präsident Joe Biden und einer Reihe weiterer Staatsoberhäupter während der Klimaverhandlungen in Glasgow (COP26) an der Präsentation der Initiative teil. Norwegen will hier vor allem seine Erfahrungen aus der Reduzierung der Emissionen von Abfällen und Erdöl einbringen.

Methan hat 28-mal so viel Klimawirkung in der Atmosphäre wie das effizientere Treibhausgas CO2, und Methanemissionen haben bereits zu einer Erwärmung von 0,5 Grad beigetragen.

„Die Methankonzentration in der Atmosphäre steigt heute so schnell wie noch nie seit 1980. Wir müssen etwas gegen diese Emissionen tun, um die 1,5-Grad-Erwärmung einzuhalten“, sagt Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide.

Norwegen hat die Methanemissionen von 1990 bis 2019 bereits um etwa 25 Prozent reduziert, hauptsächlich aufgrund von Maßnahmen im Abfallsektor sowie im Öl- und Gassektor. In einer Reihe anderer Länder ließe sich mit gewinnbringenden Maßnahmen wie dem Abdichten von Leckagen bei der Öl- und Gasförderung große Methaneinsparungen erzielen, so Eide. Verfügbare und kostengünstige Methanmaßnahmen hätten das Potenzial, die erwartete Erwärmung bis 2050 um 0,2 Grad zu reduzieren. Gleichzeitig hätten die Maßnahmen wichtige Zusatznutzen, wie zum Beispiel eine verbesserte öffentliche Gesundheit und bessere Ernten.

90 Länder nehmen an der Initiative teil.

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