Immer mehr Norweger zahlen kontaktlos

Hermon Russom zahlt immer kontaktlos, wenn er bei Nikki Hovatn in Rema 1000 Borgen einkauft.©VIPPS

Oslo, 2. November 2021. Noch nie haben in Norwegen so viele Menschen kontaktlos mit Karten eingekauft wie in der letzten Oktoberwoche. In dieser Woche überstieg der Anteil der Einkäufe mit Karte ohne Pin-Eingabe an allen BankAxept-Transaktionen 85 Prozent, teilt das Unternehmen Vipps AS mit. 1,06 Milliarden Mal wurde in diesem Jahr bereits kontaktlos in Geschäften oder Restaurants  gezahlt. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 1,05 Milliarden Transaktionen.

„In kurzer Zeit haben Jung und Alt die schnellste Zahlungsmethode der Welt für sich entdeckt. Dafür gibt es viele Gründe. Das Einkaufserlebnis wird um durchschnittlich neun Sekunden verkürzt. Die Leute müssen den Chip nicht in das Kartenterminal stecken und den PIN-Code eingeben. Weil wir den PIN-Code seltener eingeben, ist auch die Chance geringer, dass jemand ihn sieht“, sagt Vipps-Kommunikationsleiterin Hanne Kjærnes. 

Der Lebensmittelhandel sei ein wichtiger Akteur, der Profit aus dem Bezahltrend zieht. „Bei REMA 1000 laufen 87 Prozent aller Transationen kontaktlos. Dadurch können die Mitarbeiter mehr Kunden bedienen, weil die Bezahlung effizienter ist. Für Kunden ist es wichtig, dass sie an der Kasse auf eine kleinere Warteschlange treffen und somit ein noch einfacheres und besseres Einkaufserlebnis bei uns haben. Letzteres war während der Pandemie besonders wichtig“, sagt  Burøy  OlsenHead of Digital Customer Experiences bei REMA 1000.

Der Höchstbetrag für das Bezahlen ohne Eingabe eines PIN-Codes beträgt in Norwegen seit März 2020 500 NOK.

„Die Grenze von 500 Kronen wurde eingeführt, um weniger physische Kontaktpunkte zu schaffen und unnötige Infektionen im Zusammenhang mit der Pandemie zu verhindern. Glücklicherweise hat der Infektionsdruck nachgelassen. In vielen Bereichen haben wir wieder die alltäglichen Aufgaben übernommen, wie wir es vor dem Shutdown getan haben. Beim kontaktlosen Bezahlen ist dies nicht der Fall“, sagt Kjærnes. Er glaubt, dass sich der Trend weiter verstärken wird. 

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