Elkem startet Pilotprojekt zur CO2-Abscheidung für Silizium-Schmelzen

Die Testeinheit wird im Elkem-Werk in Rana installiert, in dem hochreines Ferrosilicium und Microsilica produziert werden. Aker Carbon Capture liefert das Testgerät.©Elkem

Rana, 22. Oktober 2021. Das Silizium-Unternehmen Elkem startet in seinem Werk in Rana, Norwegen, das weltweit erste Pilotprojekt zur Kohlenstoffabscheidung für Siliziumschmelzen. Der Bau und der Betrieb der Testanlage wird über das CLIMIT-Demo-Programm des Staatsunternehmens Gassnova SF finanziell unterstützt. An dem Vorhaben sind neben Elkem der Mo Industripark, das Forschungsinstitut SINTEF und die Unternehmen Alcoa, Celsa, Ferroglobe, SMA Mineral, Norcem, Norfrakalk, Arctic Cluster Team und Aker Carbon Capture beteiligt. Der Silizium-Hersteller will die Emissionen bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren.

„Elkem möchte Teil der Lösung zur Bekämpfung des Klimawandels sein – und einer der Gewinner der grünen Transformation. Unsere Mission ist es, fortschrittliche Materiallösungen anzubieten, die eine bessere und nachhaltigere Zukunft gestalten. Wir haben vor kurzem eine Klima-Roadmap veröffentlicht, in der unsere Ambitionen zur Reduzierung von Emissionen und gleichzeitiger Steigerung unserer Vorräte für den grünen Übergang aufgeführt sind. Die CO2-Abscheidung ist eine Schlüsseltechnologie, um bis 2050 Netto-Null zu erreichen“, sagt Helge Aasen, CEO von Elkem.

Für eine CO2-neutralen Materialproduktion hat Elkem eine Machbarkeitsstudie zur Etablierung von Carbon Capture and Storage (CCS) erarbeitet. Ziel der Studie war es, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Installation von CO2-Abscheidung in den norwegischen Werken Bjølvefossen, Bremanger, Rana, Salten und Thamshavn zu bewerten.

„Mit der Installation der Testanlage bei Elkem Rana gehen wir jetzt einen Schritt weiter. Die Arbeit in Rana wird auch für andere Werke von Elkem und für andere Akteure der Branche von großer Bedeutung sein“, sagt Trond Sæterstad, Klimadirektor in Elkem.

Der Mo Industrial Park wird der Projekteigentümer und SINTEF wird eine führende Rolle beim Projektmanagement des Programms übernehmen.

„Insgesamt haben die Partner 1,5 Millionen Tonnen potenzieller CO2-Abscheidung in der Region identifiziert. Dies entspricht drei Prozent der Gesamtemissionen Norwegens und fast einem Drittel der Emissionen der Metallindustrie“, sagt Jack Ødegård, Vizepräsident Forschung bei SINTEF.

„Für CLIMIT ist es sehr relevant, die weltweit erste CO2-Abscheidung aus der Ferrosilicium- und Siliziumindustrie zu unterstützen. In diesem Projekt arbeiten neun internationale Industrien an der Entwicklung kostengünstiger CCS-Lösungen. Auch wichtige Forschungsarbeiten werden von SINTEF durchgeführt. Erkenntnisse aus der Entwicklung des umfassenden CCS-Projekts Longship sind auch für dieses Elkem-Pilotprojekt anwendbar“, sagt Ingrid Sørum Melaaen, Leiterin des Sekretariats CLIMIT von Gassnovas.

Das Projekt hat ein Gesamtbudget von 23,6 Millionen NOK, wovon Gassnova CLIMIT 13,8 Millionen und die Industrie den Restbetrag beisteuern wird.

Finden Sie hier die Global Climate roadmap von Elkem.

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