Statnett kündigt Milliarden-Investition in den Ausbau des norwegischen Stromnetzes an

Oslo, 30. September 2021. Statnett will bis 2030 zwischen 60 und 100 Milliarden NOK in den Netzausbau investieren. Der Strombedarf werde deutlich zunehmen, und Statnett glaubt, dass Offshore-Wind eine wichtige Rolle spielen wird. Nach dem jetzt vorgelegten Netzentwicklungsplan geht das Unternehmen von einem Verbrauchswachstum von bis zu 220 TWh im Jahr 2050 aus gegenüber 140 TWh heute. Daher müsse der Netzausbau beschleunigt werden.

Der grüne Tempowechsel würde gegenwärtig mit sehr vielen Anwendungen aus der Wirtschaft konkretisiert, die im ganzen Land eine neue grüne Industrie etablieren werden, teilt Statnett mit. Die größte Aktivität sieht das Unternehmen an der West- und Südküste sowie im Inneren von Vestfold, Telemark und Nordland. In den letzten zwei Jahren hat Statnett fast 11.000 MW an erhöhtem Volumen verarbeitet, wobei fast alles mit dem erhöhten Stromverbrauch zusammenhängt.

„Die grüne Umstellung ist da. Das bedeutet, dass wir das Tempo erhöhen und sicherstellen müssen, dass das Netz bis 2050 auf ein Verbrauchswachstum von bis zu 220 Terawattstunden gegenüber 140 TWh heute vorbereitet ist. Unsere Pläne für die nächsten zehn Jahre bringen einen soliden Schub und ermöglichen eine umfassende Investition in die Elektrifizierung und nachhaltige Wertschöpfung im ganzen Land, während wir gleichzeitig alternde Netze modernisieren“, sagt CEO Hilde Tonne in Statnett.

Ein starker Anstieg des Stromverbrauchs wird schließlich eine stärkere Erzeugung von erneuerbarem Strom erfordern. Die Behörden haben sich in mehreren Gebieten in norwegischen Seegebieten für den Ausbau von Offshore-Wind geöffnet. Dies erforderet den Anschluss und die Stärkung des Netzes an Land und die Entwicklung von Netzen auf See. Statnett wurde die Rolle des Systemmanagers auf See übertragen und bereitet auch einen möglichen Ausbau des Hafennetzes vor.

„Entwicklungen auf See sind im Zusammenhang mit Entwicklungen an Land zu sehen. Zwischen den Akteuren der Branche herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass Hybridverbindungen für eine rentable Offshore-Windentwicklung notwendig sind. Wir planen, dass eine Verbindung, die Offshore-Windenergie sowohl in Norwegen als auch in einem anderen Land verbindet, bis 2030 fertiggestellt sein soll“, erklärt Tonne.

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