Konsortium ZeroKyst erhält Unterstützung für Aufbau einer H2-Fischerei-Infrastruktur auf den Lofoten

Modell einer emissionsfreien Versorgung einer Fischfarm: 1-Binnenschiff mit Wasserstoff- und Stromspeicher, Brennstoffzelle, Ladestation und Wasserstofftankstelle, 2-Kai mit Ladestation, 3-Boot mit emissionsfreiem Antriebsstrang, 4-Elektrolyseanlage mit Wasserstoffspeicher und Wasserstofftankstelle, 5-Brüterei mit Sauerstoff- und Wärmeversorgung aus der Elektrolyseanlage©Selfa Arctis

Trondheim, 6. September 2021. Das Konsortium ZeroKyst, das auf den Lofoten Lösungen für wasserstoffelektrische Schiffe und mobile Energieversorgung für Fischerei und Aquakultur als ein Pilotprojekt entwickeln soll, hat aus dem Programm Grønn plattform (Grüne Plattform) 120 Millionen NOK erhalten. Ziel des Projekts ist es, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und die Emissionen aus Fischerei und Aquakultur bis 2030 zu halbieren. Die Lofoten sollen damit zu einer internationalen Speerspitze bei der Entwicklung der zukünftigen emissionsfreien Schifffahrt für die Fischerei- und Aquakulturindustrie werden.

Das Projekt befasst sich sowohl mit der Entwicklung des Baus von emissionsfreien Schiffen, dem emissionsfreien Antriebsstrang als auch der Entwicklung notwendiger Dienstleistungen für die Fischerei- und Aquakulturindustrie. Darüber hinaus sollen eine regionale Infrastruktur auf den Lofoten mit Onshore-Strom und Wasserstoff sowie eine Wasserstoffproduktion auf Vannøya in Karlsøy aufgebaut werden. 

“Dies ist eine grüne Änderung in der Praxis. Hier arbeiten Forschungsakteure, Energieversorger, Industrie und Schifffahrtsunternehmen zusammen, um die guten Lösungen zu finden. Wir werden mit dem grünen Übergang Geld verdienen, und dieses Projekt hat ein erhebliches Potenzial für Wertschöpfung und Export”, sagt Industrieministerin Iselin Nybø.

“Mit ZeroKyst werden wir die norwegische Wertschöpfung und den Export durch grünes Wachstum stärken. Wir werden zeigen, dass sowohl neue als auch bestehende Schiffe in der Fischindustrie emissionsfrei sein können und bis 2030 zu einer Reduzierung der Emissionen von Fischerei- und Aquakulturschiffen um 50 Prozent beitragen können”, erklärt Erik Ianssen, Eigentümer von Selfa Arctic AS und General Manager von Hymatech AS.

Das Projekt ZeroKyst beinhaltet mehrere Innovationen im Energiebereich und in anderen Disziplinen, darunter die weltweit erste Anlage zur mobilen Energieversorgung dieser Art. Gemeinsam mit der Technischen Universität in Trondheim, NTNU, wird das norwegische Forschungsinstitut SINTEF außerdem einen umfassenden Plan für die Wasserstoffversorgung und Ladeinfrastruktur entlang der norwegischen Küste entwickeln.

Das ZeroKyst-Konsortium besteht aus zwölf Industrie- und Forschungspartnern aus der gesamten Wertschöpfungskette. Das Projekt wird von Selfa Arctic AS in Trondheim geleitet und über das Cluster RENERGY organisiert.

International anerkannte Technologie- und Forschungsumgebungen wie Siemens Energy, Plug, SINTEF und NTNU sind Teil des ZeroKyst-Konsortiums. Lofotkraft Muligheter AS, Ballstad Slip AS und die Gemeinde Flakstad gehören zu den Partnern bei der Entwicklung von Pilotanlagen mit Schiffen und Infrastruktur auf den Lofoten.

Die Projektpartner in ZeroKyst

  • Selfa Arctic AS (Projektmanager) | Schiffbauer
  • Hymatech AS | Technologielieferant
  • Øra AS | Fischerbootunternehmen, Eigner der Elektroyacht «Karoline»
  • Ballstad Slip AS | Werft für die Küstenfischereiflotte
  • Steckerhalterung AS | Landstromunternehmen
  • Lofotkraft Muligheter AS | Elektrifizierungsunternehmen
  • Siemens Energy AS | Technologielieferant
  • SINTEF (Energie / Ozean / Industrie / Helgeland) | Forschungsinstitut
  • RENERGY – Cluster Erneuerbare Energien | Ernährungscluster
  • NTNU | Universität
  • Gemeinde Flakstad | Fischereigemeinde
  • H2 Marine AS / Greenstat | Energie- und Infrastrukturanbieter

Grønn plattform ist eine neue Initiative, die Unternehmen und Forschungsinstituten Unterstützung für forschungs- und innovationsgetriebenes grünes Wachstum bietet. In der erste Phase des Programms, die über drei Jahre läuft, stehen eine Milliarde NOK für die verschiedensten Projekte bereit. Hinter dem Finanzierungsprogramm stehen der Forschungsrat, Siva, Enova und Innovation Norway. Insgesamt haben sich 44 Projekte aus ganz Norwegen um Unterstützung beworben.

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