Norwegens Staatsfonds formuliert Anforderungen an Unternehmen bezüglich des Erhalts der Artenvielfalt und der Ökosysteme

Oslo, 18. August 2021. Norwegens Staatsfonds Government Pension Fund Global hat ein weiteres Kriterium für seine Investitionsentscheidungen formuliert. Künftig werden Unternehmen, in die der Fonds investiert, vorab bewertet, wie sie die biologische Vielfalt und die nachhaltige Nutzung der Ökosysteme im Geschäft berücksichtigen. Die biologische Vielfalt werde in Zukunft ein Schwerpunktbereich der Eigentumsarbeit sein, teilt Norges Bank Investment Management, der Verwalter des Fonds, mit.

Viele Unternehmen seien von Ökosystemleistungen abhängig, entweder direkt in ihrem eigenen Betrieb und ihrer Produktion oder indirekt über ihre Wertschöpfungsketten. Gleichzeitig wirkten sich die Aktivitäten vieler Unternehmen auf die biologische Vielfalt aus. Die Kernaussage des Dokuments, in dem die Erwartungen aufgelistet sind, laute daher, dass Unternehmen, die von Ökosystemen und der biologischen Vielfalt abhängig sind oder einen erheblichen Einfluss darauf haben, diese Überlegungen in ihre Managementstruktur, Strategie, Risikomanagement, Messung und Berichterstattung integrieren müssen.  

„Ein ständig zunehmender Artenverlust und eine Verschlechterung von Ökosystemen können die Fähigkeit von Unternehmen beeinträchtigen, langfristig Wert für Investoren zu schaffen. Die Unternehmen müssen daher ihre Abhängigkeit und ihren Einfluss auf die Natur verstehen und sowohl bedeutende Herausforderungen als auch Chancen einer nachhaltigeren Nutzung von Ökosystemen bewältigen“, sagt Nicolai Tangen, Leiter von Norges Bank Investment Management.

Die im Dokument „Biodiversity and ecosystems. Expectaions of companies“ sollen in Zukunft ein wichtiges Arbeitsinstrument bei der Eigentumsausübung sein.

„Biodiversität und Ökosysteme sind Themen, die für die Weltwirtschaft wichtig sind, wichtig für die Unternehmen, in die wir investieren, und daher auch wichtig, dass der Fonds im Rahmen unserer verantwortungsvollen Managementaktivitäten proaktiv mit ihnen zusammenarbeitet“, sagt Carine Smith Ihenacho, Director of Ownership und Konformität.

Die Erwartungen richten sich an Unternehmen, die entweder direkt über ihre eigenen Betriebe und Produktionen oder indirekt über ihre Wertschöpfungsketten auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme durch ihre Aktivitäten angewiesen sind oder diese beeinflussen. Beispiele für relevante Branchen sind Land- und Forstwirtschaft, Konsumgüter, Pharma und Tourismus sowie Unternehmen der Energie-, Bau-, Infrastruktur- und Bergbauindustrie.

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