Norwegen will attraktivster Standort für Rechenzentren der Welt werden

Laden Sie hier die neue Strategie zu Rechenzentren herunter.

Oslo, 11. August 2021. Die norwegische Regierung hat eine neue Strategie zur Entwicklung von Datenzentren verabschiedet. Das Land verfüge über einzigartige Bedingungen, um das attraktivste Rechenzentrum der Welt zu werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Norwegen habe einen Überschuss an erneuerbaren Energien, niedrige Strompreise, eine gute digitale Infrastruktur und ein kühles Klima. Die Regierung verstärkt nun ihren Fokus auf eine nachhaltige Rechenzentrumsindustrie. In den Regionen sollen viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die zur Entwicklung neuer digitaler Dienste im ganzen Land beitragen, sagt Digitalisierungsministerin Linda Hofstad Helleland. Neben der neuen Strategie wurde ein Guide „How to establish a data center in Norway“ in englischer Sprache veröffentlicht.

In den letzten Jahren ist die norwegische Rechenzentrumsindustrie stark gewachsen. 2.000 Arbeitsplätze gibt es bereits in der Branche, bis 2025 sollen es mehr als 11.000 Arbeitsplätze sein. 2019/2020 wurden 18 neue Rechenzentren in Norwegen mit einem Investitionsvolumen von 2,7 Milliarden NOK errichtet.

Die Rechenzentrumskapazität in Norwegen ist seit 2010 um 17 Prozent pro Jahr gestiegen. Im Jahr 2020 wurden rund 145 MW installiert, und die Kapazität wird in den kommenden Jahren voraussichtlich stark wachsen. In der Gemeinde Ringerike baut die deutsche AQ Compute gegenwärtig ein 5.000-Quadratmeter-großes-Rechenzentrum.

Carl von Hessen, CEO von AQ Compute, und Digitalisierungsministerin Linda Hofstad Helleland auf der Baustelle von AQ Compute in der Gemeinde Ringerike©KMD

„Norwegen ist ein idealer Standort für grüne und effiziente Rechenzentren, dank des kalten Klimas, einer 98-prozentigen Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen, Europas wettbewerbsfähigsten Strompreisen und der proaktiven Unterstützung der norwegischen Behörden für die Rechenzentrumsindustrie“, sagt Carl von Hessen, CEO von AQ-Compute. „Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft sind wir davon überzeugt, dass Norwegen ein entscheidender Rechenzentrumsknotenpunkt in Nordeuropa sein wird. Wir von AQ Compute freuen uns, gemeinsam mit einem bereits etablierten Rechenzentrums-Ökosystem bestehend aus nationalen und internationalen Marktteilnehmern an dieser Entwicklung partizipieren zu können.“

Das Arctic Circle Data Center hat im Januar 2020 Konkurs angemeldet.©Implement Consulting Group

In der neuen Rechenzentrumsstrategie stellt die Regierung Maßnahmen vor, die zu einem verstärkten Wachstum der Rechenzentrumsbranche beitragen und gleichzeitig die Entwicklung nachhaltig erleichtern sollen.

  • Stärkung der Vermarktung Norwegens als Rechenzentrum, unter anderem durch Invest in Norway, das sich für Investitionen in computergestützte Wertschöpfung und Rechenzentren in Norwegen einsetzt.
  • Veröffentlichung eines Leitfadens in englischer Sprache für ausländische Unternehmen zum Aufbau von Datenzentren in Norwegen.
  • Festlegung von Anforderungen an Rechenzentren zur Nutzung überschüssiger Wärme (Abwärme);
  • Erstellung einer nationalen Heatmap, um eine bessere Ressourcennutzung der Abwärme aus Rechenzentren zu gewährleisten.
  • Untersuchungen zur Rationalisierung der Prozesse im Zusammenhang mit der Entwicklung und Lizenzierung des Übertragungsnetzes, unter anderem durch die Einsetzung eines öffentlichen Ausschusses.
  • Schaffung von Möglichkeiten der Rechenzentrumsbranche zum Abschluss von Kooperationsvereinbarungen mit Bildungseinrichtungen.

Kontakt:
Carl von Hessen, AQ Copute, Tel. +49 176 111 12 713
Petter Tømmeraas, Vorstandsvorsitzender des Norwegian Data Center Industry, Tel. +47 930 13 923

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