Chlor-Leck bei Grieg Seafood Finnmark im Norden Norwegens – 96.000 Fische verendet

15.000 Liter Chlor sind in der Fischfarm Grieg Seafood Finnamrk ASA in Alta in den Fjord gelangt, 96.000 Fische sind verendet.©Grieg Seafood


Alta, 10. August 2021. Das norwegische Lachszuchtunternehmen Grieg Seafood Finnmark ASA in Alta in Nordnorwegen informierte die Öffentlichkeit am 10. August darüber, dass 15.000 Liter Chlor in den Fjord ausgelaufen sind. Personen kamen nicht zu Schaden, aber 96.000 Fische, die sich in den Käfigen der Fischfarm befanden, wurden getötet. Dies entspricht ca. 430 Tonnen.

Das Unternehmen habe noch keinen vollständigen Überblick darüber, wie sich das Leck auf die Umwelt im Fjord ausgewirkt habe, erklärte Grieg Seafood. Das Consulting-Unternehmen Akvaplan Niva wurde beauftragt, eine unabhängige Bewertung der Umweltauswirkungen durchzuführen. Unter anderem sollen auf dem Meeresboden rund um die Ernteanlage Proben gesammelt werden.

Chlor werde schnell verdünnt und zerfalle schnell in Wasser, heißt es in der Mitteilung. Nach Kenntnisstand des Unternehmens habe das Leck kurzfristige akute Auswirkungen auf Organismen, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Wasser um die Ernteanlage befanden. Eine vollständige Antwort werde die Umweltprüfung geben.

Chlor wird in Fischfarmen zur Desinfektion des Prozesswassers im Fischkäfig verwendet.

„Was passierte, ist sehr traurig“, sagte Stine Torheim, Leiterin der Fischfarm. „Wir kümmern uns nun in erster Linie um die Aufräumarbeiten. Wir werden alle Fakten zu diesem Vorfall auf den Tisch bringen, um sicherzustellen, dass es nicht noch einmal passiert.“

Das Unternehmen kooperiere vollumfänglich mit allen Behörden. Finanzielle Folgen seien noch nicht abzusehen. Der Fische waren versichert.

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