Deutsche Bahn sichert sich sauberen Strom aus Norwegen

Der Strom für die Deutsche Bahn wird vom Statkraft-Kraftwerk Mågeli in Skjeggedal im Kreis Vestland geliefert und über das Nordlink-Kabel übertragen.©DB/Statkraft

Berlin, 4. August 2021. Die Deutsche Bahn bezieht ab 2023 Strom aus Wasserkraft aus Norwegen. Mit ihrem ersten grenzüberschreitenden, langlaufenden Ökostrom-Vertrag, Cross-Border-PPA, sichert sich das Unternehmen für zehn Jahre die Zulieferung von jährlich fast 190 Gigawattstunden Grünstrom, hergestellt im Wasserkraftwerk Mågeli im Süden Norwegens. Vertragspartner ist das staatliche norwegische Energieunternehmen Statkraft mit Sitz in Oslo. Der Strom wird über das Nordseekabel Nordlink übertragen, das die Stromnetze Norwegens und Deutschlands seit April direkt miteinander verbindet.

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, deckt die Menge des Grünstroms den Energiebedarf der täglich rund 40.000 Züge in Deutschland für etwa eine Woche. Im Vergleich mit der Lieferung aus Kohlekraft werden durch die Wasserkraft aus Norwegen pro Jahr bis zu 146.000 Tonnen CO2 gespart.

„Zehn Jahre früher als bislang geplant wird die Deutsche Bahn schon bis 2040 komplett klimaneutral sein. Unsere ehrgeizigen Klimaschutzpläne lassen sich aktuell kaum mehr nur mit dem verfügbaren Angebot an Grünstrom in Deutschland decken. Dieser Vertrag hat damit strategische Bedeutung – für beide Partner wie für den Klimaschutz“, sagt DBVorstandsvorsitzender Richard Lutz. 

Weitere langfristige Verträge zum Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien hat die DB mit RWE über jährlich 90 GWh Wasserkraft aus dem Schwarzwald und mit Ane Energy über 40 GWh Windstrom aus Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen.

Aktuell deckt die DB über 61 Prozent (2014: 42 Prozent) der zehn Terawattstunden Bahnstrombedarf pro Jahr mit erneuerbaren Energien. Bis 2038 soll der gesamte DB-Bahnstrom zu 100 Prozent grün sein.

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