Langley Holding übernimmt norwegischen Maschinenbauer Bergen Engines

Bergen Engines stellt motorbasierten Energieerzeugungs- und Schiffssystemlösungen her.©Screenshot Rolls-Royce Bergen Engines

Bergen, 3. August 2021. Nachdem Norwegens Regierung im Frühjahr den Verkauf des norwegischen Herstellers von Schiffsmotoren Bergen Engines AS an die russische Transmasch-Holding (TMH) aus Gründen der nationalen Sicherheit gestoppt hat, wird das Unternehmen nun von dem britischen Maschinenbaukonzern Langley Holdings plc übernommen. Rolls-Royce, der Mutterkonzern von Bergen Enginges, erhält für das Unternehmen 63 Millionen Euro. TMH hatte 150 Millionen US-Dollar geboten. Der jetzt vereinbarte Verkauf umfasst das Werk Bergen Engines, die Servicewerkstatt und die Gießerei in Norwegen sowie ein globales Servicenetz in mehr als sieben Ländern. Der tatsächliche Abschluss ist für den 31. Dezember 2021 vorgesehen.

Bergen Engines beschäftigt weltweit mehr als 900 Mitarbeiter, davon 650 im Hauptwerk in Hordvikneset. Im Jahr 2020 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro, wobei die Vermögenswerte und Schulden des Geschäfts in der Konzernbilanz von Rolls-Royce Holdings plc als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen wurden.  

Der vereinbarte Verkauf von Bergen Engines sei Teil des laufenden Portfoliomanagements von Rolls-Royce, um eine fokussiertere Gruppe zu schaffen, und folge einer strategischen Überprüfung von Bergen Engines. 

Langley Holdings mit Hauptsitz in Großbritannien ist ein diversifizierter, globaler Engineering-Konzern mit Hauptgeschäftsfeldern in Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien sowie in den USA. Die Gruppe beschäftigt rund 4.600 Mitarbeiter. Die Aktivitäten reichen von der Produktion von unterbrechungsfreien Stromversorgungssystemen, Verpackungsmaschinen und Elektromotoren und Generatoren bis hin zur Herstellung sicherheitskritischer mechanischer Handhabungsgeräte, unter anderem für die U-Boot-Raketenladeanlage des britischen Verteidigungsministeriums in Coulport, Schottland. 1975 von Anthony Langley, Chairman und CEO, gegründet, ist die Langley Group finanziell unabhängig und bleibt in Familienbesitz. Bergen Engines wird von der Langley Group als eigenständiges Unternehmen weitergeführt.

Die Vereinbarung unterliege der Erfüllung bestimmter Abschlussbedingungen, teilt Rolls-Royce mit. Man habe die norwegische Regierung über den vereinbarten Verkauf informiert. Die langfristige Beziehung von Bergen Engines mit Kongsberg Maritime, dem Distributor von Schiffsmotoren von Bergen Engines, soll unverändert fortgeführt werden.

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